Zum Herbst-Treffen der Gruppe Aargau der Hauswirtschaftlichen Betriebsleiter/-innen am 29. Oktober 2013 konnte Virginia Haak, Abteilungsleiterin Gastronomie, zwölf Kolleginnen und zwei Kollegen im Wohnheim Domino in Hausen bei Brugg begrüssen und über ihre beim Erstellen des Hygienekonzeptes für die Einrichtungen der Stiftung Domino gewonnenen Erfahrungen informieren.

Wichtig für die erfolgreiche Erarbeitung und Umsetzung eines Hygienekonzeptes sei es, die verschiedenen betroffenen Personengruppen eines Betriebes miteinzubeziehen – zum Beispiel sowohl Mitarbeitende aus dem Arbeitsbereich wie aus dem Wohnbereich. Und die Leitung einer Einrichtung müsse genügend Ressourcen zur Verfügung stellen – die Hygienefachperson müsse eine Stabstelle besetzen, ein Konzept könne nicht nebenbei erarbeitet werden. In einer Einrichtung für Behinderte müssten zudem alle Massnahmen so geplant werden, dass sie auch von Menschen mit einer Behinderung umgesetzt werden können.

Für die Gemeinschaftsverpflegung und die Gastronomie gibt es zahlreiche gesetzliche Grundlagen. Es gilt aber, in allen Bereichen die Arbeitsabläufe unter dem Gesichtspunkt der Hygiene zu durchleuchten und allenfalls zu optimieren. Die Beachtung einer guten Hygienepraxis, einer guten Personal-, Produktions- und Produkthygiene, kostet etwas – so müssen vielleicht durch bauliche Massnahmen die Trennung von Sauberbereich und Unsauberbereich in der Wäscherei oder in der Küche ermöglicht werden oder es sind Investitionen für die Anschaffung von Berufskleidern und für die Schulung der Mitarbeitenden zu tätigen. Doch durch die Optimierung der Arbeitsabläufe und die Verringerung von krankheitsbedingten Ausfällen kommen die Massnahmen auch finanziell dem Betrieb wieder zugute.

Hilfsmittel für die Umsetzung des Hygienekonzeptes sind detaillierte Reinigungs- und Desinfektionspläne, Checklisten und Kontrollblätter für die verschiedenen hygienischen Massnahmen. Für Menschen, die des Lesens nicht mächtig sind, sind diese Listen in Bilderform zu erstellen. Und es ist viel Motivationsarbeit zu leisten, damit die Mitarbeitenden das Hygienekonzept verstehen und mittragen.

Die Ausführungen von Virginia Haak lösten angeregte Gespräche aus. Diese durften bei einem reichhaltigen, von der Stiftung Domino offerierten Zvieri geführt werden. Das Erfa-Treffen fand danach seinen Abschluss in einem Rundgang durch das Wohnheim mit seiner Cafeteria und der Küche, der Wäscherei und natürlich den Wohneinheiten.