Sie heissen Dennis, Luca, Ardit, Tamara oder auch Jan, Michelle, Flamur, Tobias. Sie sind, und mit ihnen weitere 18 Kameraden, zwischen 13 und 15 Jahre alt, besuchen die Realschule in Staffelbach und haben „das Herz am rechten Fleck“! Für die 28 Schülerinnen und Schüler aus dem Suhrental heisst es in den kommenden Wochen, auf einen Teil ihrer Freizeit zu verzichten und stattdessen an ganz vielen Wohnungstüren zu klingeln - oder das Verkaufsrecht vor einem gut frequentierten Geschäft zu ergattern - um Schokoherzen zugunsten Menschen mit geistiger Behinderung unter die Leute zu bringen.

Dass Realschüler, die manchmal selber mit Vorurteilen und Stigmatisierung zu kämpfen haben, sich für unterstützungsbedürftige Mitmenschen einsetzen wollen, verdient Anerkennung. Aber nicht nur dies sondern auch der Vorbereitungsweg, den sie auf Initiative ihres Klassenlehrers Mark Eichenberger begangen haben, ist bewunderns- und nachahmenswert! Dieser wollte es nämlich nicht bei einer theoretischen Vorstellung des Tuns des Vereins insieme Aarau-Lenzburg (Verein für und mit Menschen mit geistiger Behinderung) lassen und ermunterte seine Schülerinnen und Schüler zu einer Begegnung mit Menschen mit Behinderung, sei es im Rahmen eines Anlasses oder eines Arbeitseinsatzes in einer Freizeitgruppe des Vereins. Gesagt, getan. Die Klasse teilte sich in 3 Gruppen auf, die Begegnungen auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichten. Während die „Berührungsängstlicheren“ den Markt einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung besuchten, legten die beiden anderen Gruppen gleich selber Hand an, sei es als Mitarbeiter an der Disco-Party für Menschen mit und ohne Behinderung im Club vom Flösserplatz in Aarau oder als Assistent am Kids Club Nachmittag für Schüler der Heilpädagogischen Schule in Lenzburg.

„Vorhandensein von Unterschieden wahr- und annehmen, eigene Kompetenzen entdecken und einsetzen, Offenheit und Neugierde zulassen, lockeres Aufeinanderzugehen“. Bestimmt wertvolle Erfahrungen und schöne Erinnerungen, die die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schokoherzen-Verkaufsweg begleiten und motivieren werden!

Vielen Dank liebe Schülerinnen und Schüler für die coolen Begegnungen und für euer Engagement. Jederzeit gerne wieder!

Mary-Claude von Arx, Präsidentin