Die Geschichte der Limmatderbys in der NLB spiegelt die Entwicklung der beiden Mannschaften wieder. Verliess Städtli 1 das Feld zunächst meist noch als zweiter Sieger, hat sich das Blatt in der vergangenen Saison gewendet: Beide Male konnte Baden die Punkte für sich verbuchen und belegte am Ende der Spielzeit den klar besseren Tabellenplatz als der Lokalrivale aus dem Nachbardorf.

Die Siggenthaler, mit bisher vier Siegen und einem Unentschieden auf dem Konto, konnten sich letzten Samstag mit einem Tor Unterschied gegen den TV Steffisburg durchsetzen. Dank diesem Sieg konnten sie fünf respektive sieben Punkte Distanz zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen, die aktuell von Stans und Steffisburg belegt werden.

Betrachtet man die bisherigen Resultate, fällt auf, dass die Siggenthaler nur 21 Minustore haben, also fast alles sehr enge Spiele waren. Weiter fällt auf, dass sie die erste Halbzeit brauchen, um so richtig in Fahrt zu kommen: In acht Partien (von elf!) lag man beim Halbzeittee im Hintertreffen, einmal stand es unentscheiden, und zweimal war man bereits in Führung – interessant!

Die Lehre daraus

Die Lehre daraus: Als Gegner darf man erst jubeln, wenn die Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen haben. Viele Tore Vorsprung bedeuten hier noch lange nicht den Sieg, denn eine der grossen Siggenthaler Stärken ist zweifellos das «Nie aufgeben» und das «Immer daran glauben», das Spiel noch rumreissen zu können. Städtli tut gut daran, den SCS in keinen Spielrausch kommen zu lassen!

Trainer Björn Navarin kann wie gegen Winterthur aus dem Vollen schöpfen. Ausser Noah Gautschi (Schulterprobleme) steht das ganze Kader zur Verfügung. Die Favoritenrolle ist damit nach der Leistung vom Samstag klar verteilt – man darf gepannt sein, was Städtli 1 daraus macht.

Natürlich gilt am Samstag wieder Gratiseintritt – wie an allen Badener Heimspielen der Saison. Diesmal möglich gemacht von der Eglin Elektro AG, die das Matchpatronat übernommen hat. Herzlichen Dank für das Engagement.

Das Spiel STV Baden – HSG Siggenthal/vom Stein wird am Samstag, 9. Dezember, um 18:00 Uhr in der Aue Baden angepfiffen. Eintritt frei.