Handball Emmen war mit einer tollen Fangemeinde in die GoEasy Halle gereist. Diese sorgte denn von der ersten Spielminute an für grosse Stimmung und unterstütze ihr Team nach Kräften. Handball Emmen hatte sich wohl vorgenommen, die Gastgeber zu ärgern. Dies war ihnen in der ersten Spielhälfte auch geglückt.

Die Endinger starteten mit viel Selbstvertrauen, hatten sie doch eine gute Vorbereitungsphase hinter sich gebracht. Doch die Spieler von Trainer Majeri schafften es zeitweise nicht die Nervosität abzulegen. Es hagelte Lattenschüsse im Minutentakt, drei wirklich schön herausgespielte Gegenstösse wurden vergeben und die Endinger konnten sich nicht richtig absetzen.

Sudzum als grosser Abwesender

Handball Emmen agierte kraftvoll, stark und liess sich nicht abschütteln. Ungewohnt langsam kamen die Endinger in ihr Spiel, zeigten schöne Spielzüge und nahmen Fahrt auf. Die zweite Welle war immer erfolgreicher und im geordneten Aufbau gelangen die erwarteten Treffer. Mit einem 15:11 ging es in die Pause.

Trotz seriöser, gezielter Vorbereitung konnten die Endinger nicht in der gewohnten Formation auflaufen. Nemaja Sudzum, der noch vor Wochenfrist als klarer Leistungsträger brilliert hatte, musste das Spiel von der Seitenlinie aus verfolgen. Im vorletzten Training verletzte er sich und muss nun mit einem Oberschenkelmuskelfaserriss für mehrere Wochen pausieren.

Neuer Aufbau

Trainer Majeri stellte Teile seiner Mannschaft um und ermöglichte allen Spielern die wichtige Spielerfahrung. So zeigte Torhüter Dennis Grana über eine ganze Spielhälfte, dass er sich in Topform befindet. Er parierte gekonnt, ermöglichte ein schnelles Umschalten. So starteten die Endinger wesentlich aggressiver und schneller. Die Spieler fanden zu ihrem Rythmus und spielten ihr Spiel. Handball Emmen kam nicht mehr mit, die Gäste konnten mit einfachen Toren wegziehen. Captain Riechsteiner überzeugte mit Spielübersicht, setzte Simon Wittlin immer wieder gekonnt in Szene, der mit viel Routine die sich bietenden Chancen nutzte.

Der TV Endingen startete zuerst hektisch, fand dann immer besser ins Spiel und verabschiedete sich mit einem klaren 35:21 von den Zuschauern. Trainer Majeri war zufrieden mit der geschlossenen Mannschaftsleistung. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte sein Team mit einer verbesserten Abwehr und einfachen Toren überzeugt. "Die war ein klassischer Ligastart. Zuerst war der Adrenalinspiegel zu hoch, die Spieler wollten es zu gut, zu genau machen. Erst in der zweiten Hälfte nutzten sie ihren Kopf. Wir sind gut gestartet, trotz der kurzfristigen Mannschaftsumstellung".

Oliver Mauron setzt sich durch