Vogel- und Naturschutzverein Wettingen

Eingetaucht in die Welt der Wildbienen

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Fünfzehn Naturinteressierte konnten auf einer Exkursion des Vogel- und Naturschutzvereins Wettingen die erstaunliche Vielfalt der Wildbienen in der Eriwis hautnah kennenlernen. Nach einer kurzen Einleitung führte der «Bienenflüsterer» Yannick Schauwecker die Gruppe durch die stillgelegte Tongrube in Schinznach-Dorf. Die ehemalige Grube ist mit ihrem Mix aus trockenen und feuchten Stellen, Blumenwiesen und kahlen Flächen und auch mit vielen künstlichen Nisthilfen ein wahres Paradies für die heimischen Wildbienen. Über hundert der 600 Arten der Schweiz kommen dort vor.

Yannick Schauwecker fing mit seinem Insektenfangnetz immer wieder ein Exemplar der meist kleinen und immer harmlosen Bienen ein und verfrachtete sie in ein kleines Beobachtungsglas. Dort konnten die Anwesenden die charakteristischen Merkmale der unterschiedlichen Arten ganz genau betrachten. Natürlich blieben die Bienen nicht lange gefangen und konnten nach wenigen Minuten ihre Suche nach Pollen und Nektar wieder fortsetzen. Diese betreiben die Wildbienen derart effektiv, dass sie weit wichtiger für die Pflanzenbestäubung sind als die Honigbiene. Ob Furchenbiene, Wollbiene oder Mauerbiene: Zu jeder gezeigten Art kannte der Exkursionsleiter nicht nur den Namen, sondern auch die Eigenheiten der Ernährung und der Fortpflanzung. Die Bienenlarven entwickeln sich je nach Art in von der Biene gegrabenen Löchern im Boden, in trockenen Pflanzenstängeln, im Holz oder sogar in verlassenen Schneckenhäuschen. Weil der Wildbienen-Nachwuchs erst wieder im Frühling ausschlüpft, bekommen die Eltern ihre Nachkommen nie zu Gesicht.

Nach der kurzweiligen und hochinteressanten Führung bei schönstem Wetter zog es die Naturfreunde in die schattige Kühle unter den Bäumen bei der Naturwerkstatt Eriwis – und einige auch noch in die nahe gelegene «Röschti-Farm» –, bevor sie den Heimweg antraten.

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