Minoritätsgemeinde

Ein Stall mitten in Aarau

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Ein Weihnachtsprojekt der Mino Aarau

Wer in diesen Tagen durch die Aarauer Bahnhofstrasse geht, kann ihn gar nicht übersehen, den Stall unter dem Sternenhimmel, der den Eingang der Minoritätsgemeinde Aarau schmückt.  Wer die Eingangsstufen hochsteigt, kommt an einem alten Handwagen vorbei und im Inneren der Kirche reibt man sich erstaunt die Augen. Im Eingangsbereich und neben dem Predigerpult türmen sich Strohballen, da und dort steht eine Stallaterne und auch wenn der Tiergeruch fehlt, so fühlt man sich doch eher wie in einem Stall als in einer Kirche

Warum diese Verwandlung, mag man sich fragen. Nun, zuerst einmal dient das Ganze als Erinnerung an die Weihnachtsgeschichte, die sich bekanntlich in einem Stall abgespielt hat. Das gesamte Weihnachtsprojekt steht unter dem Titel „Stallgeschichten“ und dieses Motto zieht sich durch das ganze Vorweihnachtsprogramm hindurch. Angefangen bei den Predigten, die immer ausgehend von einer biblischen „Stallgeschichte“, also Geschichten, in denen Tiere eine tragende Rolle spielen, den Gottesdienstbesuchern das Geschehen von Weihnachten näher bringen wollen.  Der Stall dient aber auch dazu, die Angebote der Minoritätsgemeinde für alle sichtbar und zugänglich zu machen, sei dies mit Gospel-Konzert und  Soirée musicale für Musikfreunde, sei es mit Momenten der Stille, die in der hektischen Adventszeit zu Ruhe und Besinnung einladen, sei es mit einer Weihnachtsfeier für Senioren und Eselreiten für Kinder. Das Programm ist so umfangreich, dass ein einzelner Einladungszettel nicht ausreichte. Stattdessen wurde ein Faltprospekt gestaltet, bei dem sich die einzelnen Veranstaltungszettel abtrennen lassen.

Die Minoritätsgemeinde möchte den Menschen in der Adventszeit mit verschiedenen Angeboten dienen. Eine Idee war zum Beispiel, Familien ganz praktisch zu entlasten. Daraus entstand das Angebot der offenen Bastelnachmittage, die gemeinsam mit dem Bastel-Huus Aarau durchgeführt wurden. Material und Helfer standen zur Verfügung, damit die Eltern ohne Stress mit ihren Kindern Weihnachtsgeschenke basteln und dazwischen einen Kaffee trinken konnten. Dass Kinder nicht nur nach Herzenslust kreativ sein konnten, sondern auch ungehindert auf den Strohballen herumtollen durften, überraschte die zahlreichen Besucher positiv, wie René Mollet, einer der Pastoren der Minoritätsgemeinde, zu berichten weiss. Auch die Weihnachtsfeier im Bunker 30 oder das Raclette-Essen für alle, die Weihnachten fern von ihrer Familie feiern müssen, sind Veranstaltungen, mit denen man für die Mitmenschen da sein will.

Ein Projekt von diesem Umfang will natürlich ausreichend vorbereitet sein. Deshalb erstaunt es, wenn René Mollet berichtet, dass man erst im Herbst den definitiven Entscheid für die Durchführung gefällt habe. Das Konzept stand zwar bereits, doch erst als klar war, dass rund zwanzig Gemeindemitglieder zur Mitarbeit bereit waren, konnte man mit der Umsetzung beginnen. Und auch wenn die Gemeinde über das Projekt informiert war, staunte manch ein Gottesdienstbesucher nicht schlecht, als er am 1. Advent zur Kirche gehen wollte und sich in einem Stall wiederfand. „Dass ihr es mit den Stallgeschichten so ernst meint, hätte ich nie gedacht“,  war eine der vielen begeisterten Reaktionen, die das pastorale Team zu hören bekam.

Nun liegt bereits die erste Hälfte der „Stallgeschichten“ in der Vergangenheit und René Mollet zieht eine positive Bilanz. Da und dort werde man noch Anpassungen am Konzept vornehmen müssen, aber es sei klar, dass man nächstes Jahr wieder etwas Ähnliches wagen werde. Zuerst aber stehen mit dem Familiengottesdienst vom 18. Dezember,  den Momenten der Stille am 22. Dezember, der Weihnachtsfeier im Bunker 30 am 23. Dezember und dem Weihnachts-Essen sowie der Christ-Nacht-Feier am 24. Dezember die letzten Veranstaltungen der diesjährigen „Stallgeschichten“ auf dem Programm. Weitere Infos dazu finden sich unter www.mino-aarau.ch

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