Für ein Mal war der Arbeitseinsatz, zu dem die beiden Natur- und Vogelschutzvereine von Unterentfelden und Suhr eingeladen haben, dem weltweit kleinsten Raubtier gewidmet. Für die Wiesel wurden gemeinsam zwei Wieselburgen errichtet. 

Cristina Boschi, die Geschäftsführerin der Stiftung WIN Wieselnetz, führte ins Thema ein. Die gut zwei Dutzend Freiwilligen erfuhren von ihr viel Wissenswertes zu diesen putzigen Tierchen. Bei uns sind zwei Arten heimisch: Das Hermelin, auch Grosses Wiesel genannt, und das Maus- oder Kleine Wiesel. Die Mauswiesel, die kaum grösser als eine Wühlmaus sind, haben einen langgestreckten Körper und verfügen kaum über Fettreserven. Die Folge davon ist, dass sie das ganze Jahr hindurch viel fressen müssen. Pro Tag verschlingt das Wiesel ein bis zwei Mäuse, mehrheitlich Scher- und Feldmäuse. Würde das Wiesel Fett ansetzen, wäre seine Jagdstrategie in Gefahr. Das Wiesel jagt nämlich in den Gängen der Mäuse, weshalb es nicht dick werden darf! Interessant ist auch, dass diese Räuber bedingt durch die Tageslänge und die Aussentemperatur ihr Fell wechseln können. Ende Februar, Anfang März wechselt die Farbe von weiss auf braun.
Gemeinsam bauten die Helferinnen und Helfer zwei Burgen, die dem Wiesel Unterschlupf und ein Nest für den Nachwuchs bieten sollen. Die Brüelmatte ist für die Wiesel geradezu prädestiniert: Das Nahrungsangebot ist äusserst reichhaltig und mit den vielen Hecken, Altgrasstreifen und Krautsäumen ist die Deckung optimal.

Trotz beginnendem Regen waren am Ende alle stolz auf das erreichte Resultat. Gemüsesuppe mit Wienerli, Kaffee und Kuchen sowie das Gefühl, gemeinsam etwas Sinnvolles für die Natur und die Allgemeinheit getan zu haben, waren der Dank für die Arbeit. Vielen Dank an den NVV Suhr für die Organisation des diesjährigen Zvieris.