Vogel- und Naturschutzverein Wettingen

Ein neuer Teich als Trittstein für den Glögglifrosch

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Mit vollem Einsatz haben Kinder des Kindergartens Klösterli, ihre Eltern und Lehrerinnen sowie Mitglieder der Natur- und Vogelschutzvereine Wettingen und Baden einen neuen Amphibienteich fertiggestellt und Versteckmöglichkeiten für Kleintiere geschaffen. Das prächtige Wetter und die reichlich vorhandene Verpflegung zur Pause und zum Mittag trugen das ihre dazu bei, dass die Arbeiten perfekt beendet werden konnten. Dabei war Ursprung des neuen Naturobjekts durchaus betrüblich: Ein Legat im Andenken an Renate Nowack, die sowohl im Natur- und Vogelschutzverein Baden wie auch im Vogel- und Naturschutzverein Wettingen sehr aktiv war und 2013 verstorben war. Seit geraumer Zeit suchte der Wettinger Verein eine Möglichkeit, mit dem Legat ein Werk zugunsten der Natur vor Ort zu verwirklichen. Dies erwies sich als gar nicht so einfach. Verschiedene Projektideen mussten wieder verworfen werden, bevor aus einem Kontakt mit Cornelia Brühlmeier, einer der Kindergartenlehrerinnen im Klösterli, die erfolgreiche Idee entstand: Auf dem weitläufigen Areal sollte ein Biotop für Amphibien und Reptilien entstehen, das aber auch zu Unterrichtszwecken genutzt werden kann. Nach einer genauen Planung konnte mit dem Kinderheim Klösterli als Land-Eigentümer ein Vertrag abgeschlossen werden. Als zusätzliche Geldgeber des Projekts kamen die Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons und der naturemade star-Fonds von ewz hinzu. Nach der Erteilung der Baubewilligung durch die Gemeinde nahm die Firma Egloff Gartenpflege Gartenbau ab Mitte Februar die groben Arbeiten wie Aushub, Abdichtung und Bekiesung vor. Und nun machten die etwa 70 fleissigen, grossen und kleinen Helferinnen und Helfer am gemeinsamen Anlass den naturschützerischen Abschluss. Vor allem die Kindergartenkinder genossen es sichtlich, lösten doch dreckige Kleider und Hände für einmal keine elterlichen Sorgenfalten aus – im Gegenteil. Mit vereinten Kräften verschoben sie Berge von Bollensteinen in den Teich und errichteten Haufen aus den Ästen kleiner Bäume, die am angrenzenden Waldrand gefällt worden waren. Ohne Zweifel werden in den kommenden Wochen Reptilien wie Blindschleichen oder Eidechsen sich darauf sonnen oder darin verstecken. Besonders hoffen die Teichbauer aber auf den seltenen Glögglifrosch, die Geburtshelferkröte, die den Tag in gewässernahen Löchern und Spalten verbringt, bevor sie hervorkommt und von Frühling bis Sommer ihre Stimme nachts wie ein leises Bimmeln ertönen lässt. Weil sie in der Nähe bereits vorkommt, könnte sie den neuen Teich als Trittstein für ihre Wiederausbreitung nutzen.

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