Am Wochenende herrschte in der Stadthalle praktisch Dauerbetrieb. Aus über 50 Clubs in der Deutsch- und Westschweiz waren 200 Spielerinnen und Spieler unter 18 Jahren angereist, um eine Medaille zu ergattern. Dabei legten bereits die Zehnjährigen ein Spieltempo vor, bei dem wohl manch älterer Hobbyspieler nur schwer mitgehalten hätte.

Die Teilnehmenden starteten in Einzel-, Doppel- und Mixed-Kategorien jeweils in den Altersklassen U11, U13, U15 und U18. Manchmal ergaben sich auch Spielpaare mit sprachlichen Hürden, doch «irgendwie konnten wir uns schon verständigen», meinte Larissa Stebler, die in Winznau trainiert. Ihr wurde in der Doppelkategorie eine französischsprachige Partnerin zugeteilt.

Keine Titel für die Region

Für Stebler reichte es leider nicht für einen Titel. In der Kategorie Doppel Mixed seien sie und ihr Spielpartner auf sehr starke Gegner getroffen. Mit ihrer französischsprachigen Partnerin war das erste Spiel relativ ausgeglichen, bis sie in der Verlängerung verloren. Und auch in der Einzelkategorie war es für sie nach dem ersten Spiel vorbei.

«Ich habe zwar gut gespielt, aber es hat halt nicht gereicht», meinte Stebler. Enttäuscht ist sie eher darüber, dass sie nächstes Jahr altersbedingt nicht mehr an den Nachwuchs-Schweizermeisterschaften teilnehmen kann. Auch der Oltner Suvirr Malli Sunil, der in der Kategorie U11 antrat, schied bald aus dem Spiel aus.

Siegerin in der Kategorie U18 war Céline Credaro aus Spreitenbach. Ihre Freude war gross, da sie den Sieg bereits mehrere Male knapp verpasst hatte. Die Genfer Titelverteidigerin Mireille Kroon schied im Viertelfinal aus. Bei den Herren gewann in derselben Kategorie Elias Hardmeier aus Neuhausen (SH).

Der Anlass hatte mehr Besucher angelockt, als erwartet: Die Würste waren am Sonntagnachmittag ausverkauft und auch Spaghetti und Getränke waren viel gefragt. In den Pausen genossen die Besucher das schöne Wetter auf den Festbänken vor dem Halleneingang.

Ermöglicht hatten den Anlass über 40 Helfer aus dem Umfeld der drei Tischtennisclubs Olten, Niedergösgen und Winznau. Sie leisteten gute Arbeit: Die Organisation lief wie am Schnürchen, die Spiele und Siegerehrungen waren im Zeitplan. Wo die Nachwuchs-Schweizermeisterschaften nächstes Jahr ausgetragen werden, steht noch nicht fest.