Im kleinen Final zwischen dem TV Endingen und Dukla Prag tasteten die beiden Teams sich zuerst gegenseitig ab. Dukla Prag hatte schon zwei anstrengende Spiele in den Knochen, die Endinger mussten die Austragung gegen Spartak Moskau wegstecken. So schonten die Teams ihre Kräfte.

Dukla Prag startete ein wenig unkonzentriert und die Endinger nutzten die sich bietenden Chancen. Torhüter Christophorus Nungovisch zeigte erneut eine tolle Leistung und parierte einen Gegenstoss nach dem anderen. Duklas Angriff reagierte zeitweise leicht irritiert, als selbst ein Strafstoss an Nungovisch abprallte. Die Endinger konnten ihr Spiel durchziehen und durften einen drei Tore Vorsprung mit in die Pause nehmen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte überrumpelten die Gastgeber die Tschechen und vergrösserte die Differenz kurzzeitig. Das Spiel zehrte an den Kräften und gelang es zeitweise keiner Mannschaft, einen Treffer zu landen. Die Aufholjagd der Tschechen setzte zu spät ein und der TV Endingen konnte mit einem 26:23 einen schönen Sieg verbuchen.

Duklas Trainer Daniel Carda zeigte sich nach dem Spiel hoch zufrieden mit dem Turnier in der Schweiz. «In zwei Wochen startet unsere Handballsaison. Die Spiele in diesem Turnier sind die letzten gegen so gute internationale Mannschaften vor unserem Saisonstart. Es war eine einzigartige Chance für uns, so unterschiedlichen Handball erleben zu können. Die Mannschaft besteht aus mehrheitlich jungen Spielern. Sie konnten hier wichtige Erfahrungen sammeln.»

Grand Nancy - Spartak Moskau

Um den Turniersieg spielten anschliessend Gand Nancy und Spartak Moskau. Auch dieses Spiel zeigte zwei Teams auf Augenhöhe. Nancy startete mit mehr Agrressivität und schnellerem Umschaltspiel. So gelang ihnen eine kleine Führung. Spartak Moskau nutzte den Vorteil ihrer Körpergrösse nicht immer optimal.

Ihre Angriffe wurden oft von der agilen französischen Abwehrkette gestört. Pünktlich zum Pausenpfiff glichen die Hünen von Spartak aus. In der zweiten Halbzeit liessen sie sich den Sieg nicht mehr nehmen. Sie spielten schneller auf, erhöhten das Tempo und nutzten die Chancen besser. Nancy verlor ein wenig an Biss und musste sich mit einem knappen 25:26 geschlagen geben.

Stephan Plantin, Haupttrainer von Grand Nancy, zeigte sich ebenfalls hoch zufrieden mit dem Turnier. Seine Spieler hätten von der unterschiedlichen Spielweise der Teams profitieren können. «Heute sind die Spieler müde, ein Turnierspiel gestern, vorgestern ein hartes Trainingsspiel, das kostet Substanz. Die Mannschaft hat sich stetig gesteigert und so die letzte grosse Vorbereitung vor dem Saisonstart in zwei Wochen optimal genutzt.»

Chugai Ivan Vasilievich, Cheftrainer von Spartak Moskau, hatte mit seiner Mannschaft im Vorfeld zum Turnier eine Trainingswoche im GoEasy Sporthotel verbracht. «Wir haben eine tolle Woche hinter uns. Ich bin komplett zufrieden. Wir haben gute Trainingsbedingungen vorgefunden, waren mit dem Hotel, den drei Testspielen und der Organisation äusserst zufrieden. Wenn wir nun die Energie dieser Woche nutzen können und am kommenden Samstag im Supercup gegen Chekhovskiye Medvedi gut spielen, dann hat sich unser Ausflug in die Schweiz gelohnt.»

Vasilievich hofft, dass dieses Turnier der Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung seines Teams für die kommende Saison genutzt werden kann. Sein Ziel, die Teilnahme in der Champions League, möchte er erreichen und sieht das Internationale GoEasy-Turnier als Startpunkt dafür an.

Zum besten Keeper des Turniers durfte der Endinger Neuzugang Christophorus Nungovitsch geehrt werden. Mit vierzehn Treffern in zwei Spielen holte sich Yann Ducreux von Grand Nancy das hochverdiente Schweizer Taschenmesser ab. Alle Spieler hatten sichtlich Freude an der übergrossen Toblerone als süsse Schweizer Erinnerung an das erste internationale GoEasy Turnier 2018.