Solothurn schlägt Möhlin

Duell der Tabellennachbarn endet mit Niederlage für Möhlin

Solothurn verteidigt wie gewohnt stark.

Solothurn verteidigt wie gewohnt stark.

Das drittplatzierte Solothurn schlägt den TV Möhlin klar mit 30:21 (15:11). Die angereisten Fricktaler NLB-Handballer konnten somit nicht an den Überraschungserfolg unlängst gegen das zweitplatzierte Baden zuhause, anknüpfen.

In der Hinrunde besiegten die Möhliner den TV Solothurn mit 22:19. Rok Jelovčan überzeugte damals mit einer Traumabwehrquote von 55 Prozent und Solothurns Topscorer traf viermal aus elf Versuchen.

Nun in der Rückrunde sahen die Verhältnisse anders aus: Jelovčan parierte zwei von elf Bällen (19 Prozent) und überliess seinen Posten bald Nicolas Bamert, dem zweiten Möhliner Torwart. Der Ex-Nationalspieler und ehemalige NLA-Spieler Marco Kurth seinerseits überzeugte mit zehn von elf Abschlüssen.

Fehler auf beiden Seiten

Der TV Möhlin startete bereits mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Partie, ehe Mischa Wirthlin das 1:3 in der sechsten Spielminute erzielte. Danach schlichen sich auf beiden Seiten Fehler ein und Florian Doormann erzielte endlich, aus Sicht der Gäste, den Anschlusstreffer zum 3:4 (13.). Aber die Solothurner schliefen nicht, nutzten die Fehler des Gegners gnadenlos aus und zogen danach auf vier Tore davon.

Zwar nahm jetzt das Angriffszentrum endlich Fahrt auf und nutzte die guten Chancen um Zählbares herauszuholen und warf nach und nach die nötigen Tore durch Patrik Vizes, Karlo Ladan oder Florian Doormann. Aber die kleinste Unaufmerksamkeit reichte und die Mannschaft von Zoltan Cordas wurde bestraft. Fünf Minuten vor der Halbzeit glänzte Mischa Wirthlin vom Flügel und erzielte das 9:11 (25.) und das 10:12 (26.). Danach erhöhten die Gastgeber durch einen Siebenmeter und schlugen Kapital aus Doormanns Fehlwurf zum «plötzlichen» Halbzeitstand von 15:11.

Polster wird ausgebaut

Dass auch der Start in die zweite Halbzeit misslang, bewies die frühe Auszeit von Trainer Cordas, der seine Männer nach fünf Minuten an die Seitenlinie beorderte. Nach dem parierten Siebenmeter, ausgeführt von Florian Doormann, erhöhte Solothurn durch deren Topscorer auf 17:12 (35.).

Die Hypothek der Möhliner stieg, zumal Patrik Vices auch aus dem Rückraum seinen nächsten Versuch nicht erfolgreich abschliessen konnte. Die Gäste nutzten derweil ihre Chancen und bauten ihr Polster souverän aus. Sieben Tore betrug der Abstand, ehe Sebastian Kaiser zum 13:19 in der 40.Spielminute verkürzen konnte.

Man musste die Solothurner ziehen lassen

Aber der Bann war dadurch nicht gebrochen, im Gegenteil, die Gastgeber schlugen erneut offensiv Kapital, derweil die Fricktaler ungewohnt oft an Torhüter Rados Dukanovic scheiterten. Das Schicksal der vereitelten Würfe ereilte nicht nur den Rückraum, sondern auch den rechten Flügel der Möhliner, genauer gesagt Oliver Mauron, welcher viermal in Folge in den Wind geschlagen wurde. Da nützten Mischa Wirthlins nächste Treffer von der Partnerseite leider zu wenig (17:25 / 51.) um aus dem Schlamassel herauszukommen.

Mit dem grossen Rückstand im Kopf musste man die Solothurner heute definitiv ziehen lassen und ihnen den deutlichen Heimerfolg zugestehen. Schade aber, dass beim TV Möhlin so vieles nicht gelingen wollte. Oder wie es die mitgereisten Fans ausdrückten: «Es hat einfach nichts funktioniert, weder in der Defensive noch in der Offensive!» Solothurn gewann schlussendlich klar mit 30:21 und liess sich vor Heimpublikum entsprechend feiern.

Möhlin bleibt damit in der Tabelle weiterhin auf Position vier, während Solothurn jetzt mit zwei Punkten mehr auf dem dritten Rang verbleibt.

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