Nach den zwei Siegen gegen Ajoie und Bregenzerwald war man gespannt, wie sich die Basler gegen einen direkten Ligakonkurrenten schlagen werden. Zunächst eher schlecht als recht. Tuffet war es zwar vorbehalten, nach 15 Sekunden den ersten Torschuss für Basel abzugeben.

Es waren dann aber die Thuner, welche den Vorwärtsgang einlegten und dem Spiel den Stempel aufdrückten. Thun wirkte anfangs spritziger, gewillter. Basel war oft einen Schritt zu spät. Die defensive Zuordnung war nicht optimal, wodurch Damian Osterwalder im Tor der Basler zu oft zu Paraden gezwungen wurde.

Nicht förderlich waren zudem drei kleine Strafen, wobei 36 Sekunden in doppelter Unterzahl absolviert werden mussten. Erst in der 16. Minute kam Basel durch Alexis Valenza wieder etwas zwingender vor das gegnerische Tor. 

Weckruf nach Gegentor

Im Mitteldrittel zunächst dasselbe Bild. Die Thuner Führung nach 27 Minuten durch eine schöne Finte von Boss war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Dieses Gegentor war für Basel ein Weckruf. Von nun an wurden die Zweikämpfe angenommen, mehr gelaufen und die Zuspiele fanden nun wieder vermehrt die eigenen Kollegen.

Das Spiel verlagerte sich immer mehr in die Thuner Hälfte. Kurz nach Beendigung eines Powerplays endlich der Ausgleich. Marco Vogt erwischte mit seinem Schuss von der Seite Torhüter Küenzi in der kurzen oberen Torecke.

Nur 12 Sekunden später gelang Testspieler Zombor Kiss der Basler Führungstreffer. Dass Basel mit einer Führung in die zweite Pause gehen konnte, war dem Thuner Kohler geschuldet, der in der 39. Minute das leere Tor nicht traf.

Spiel im Schlussdrittel im Griff

Im Schlussdrittel kontrollierte Basel weitgehend die Partie. Das 3:1 durch Schnellmann nach toller Vorarbeit von Hrabec war verdient. Die Gäste kamen kaum mehr zu guten Abschlüssen vor Osterwalder. Auch bei einer fast zweiminütigen doppelten Überzahl gelang Thun der Anschlusstreffer nicht mehr.

Zu gut war das Basler Boxplay und Torhüter Osterwalder an diesem Abend. In den Schlussminuten gab es auf beiden Seiten noch einige Chancen, welche ein Tor verdient hätten. Es blieb jedoch beim 3:1 für Basel.

Nun verabschiedet sich der EHC Basel in ein kurzes Trainingslager nach Tschechien, bevor am nächsten Dienstagabend auswärts gegen Wiki-Münsingen ein weiteres Testspiel gegen einen Ligakonkurrenten ansteht.