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Dritter Sieg in Folge

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29:27 (10:12) gewannen die Erstliga-Handballer des TV Möhlin ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Borba Luzern. Die Revanche ist geglückt und Möhlin feiert seinen dritten Sieg in Serie

Selbstverständlich ist Handball eine Mannschafts-Sportart und lebt vom Zusammenspiel aller Akteure. Doch jedes Team braucht auch seinen Leader, der die Mitspieler mitreisst und zu guten Leistungen antreibt. Möhlin hat lange nach ihm gesucht. Gegen Borba Luzern fand das Team seinen Chef in Thomas Kern. Der 29:27-Erfolg ist vor allem ihm zu verdanken. Der Rückraumspieler spielte absolut überragend, dirigierte seine Mitspieler in der Abwehr und rackerte im Angriff. Dort warf er gleich elf Tore selbst, fünf davon erzielte er auf Siebenmeter, wo er auch noch die Verantwortung übernahm. Thomas Kern war an diesem Abend kaum zu halten.
Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie und leisteten sich einige technische Fehler. Auffällig war zunächst beidseitig, dass bei Zeitstrafen das Überzahlspiel nicht konsequent genutzt wurde. Dies änderte sich nach knapp 25 Minuten beim Stand von 7:10 für Borba. Die Gäste erhielten gleich zwei Zweiminuten-Strafen aufgebrummt, was Möhlin das Aufholen auf 9:10 merklich erleichterte. Doch dann war die Reihe an Möhlin, das in Unterzahl agieren musste. Premtim Zeqai irritierte dies wenig, denn er realisierte erstmals wieder nach langer Zeit den Ausgleich (10:10). Zur Pause lag der TVM 10:12 zurück.
Danach stellte Borba seine Abwehrtaktik um und versuchte Thomas Kern durch einen engen Bewacher aus dem Spiel zu nehmen. Die Gäste legten auf 15:13 vor. Dann aber kehrte das Spiel zugunsten der Fricktaler. Nach 42 Minuten gingen sie erstmals nach dem Start in Führung (16:15) und gaben diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab.
Nach 45 Minuten schwächte sich Borba dann auch noch selbst, indem Nicolas Raemy, der bis anhin beste Werfer in ihren Reihen, aufgrund der dritten persönlichen Zeitstrafe auf die Tribüne musste. Möhlin verwaltete seinen Vorsprung, der sich bei ein, zwei Toren einpendelte. Es blieb spannend. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff führte der TVM 27:25, doch statt dass Borba nun alles für einen fulminanten Schlussspurt einsetzte, erhielt es erneut zwei Strafen. Trotzdem blieben die Luzerner dran, beim Stande von 28:26 erhielt der TVM seinerseits eine Zeistrafe aufgebrummt, verbunden gar mit einem Penalty. Aber der souveräne Alain Wenger behielt die Nerven und wehrte ab - nur: der Nachwurf war auch für ihn nicht zu halten. Borba kam auf 27:28 heran. Nun aber war Möhlin im Ballbesitz, und Premtim Zeqai warf das letzte Tor in dieser spannenden und umkämpften Partie zum 29:27-Sieg.
Zu guter Letzt entschied die kämpferische Einstellung über Sieg und Niederlage - und da hatte der TVM die Nase vorn. Die Gastgeber taten mehr für den Sieg, während die Luzerner mit der Aufstiegsrunde vor Augen doch mehr unter Druck standen als ihnen lieb war. Möhlin zeigte zudem die stabilere Abwehr, suchte geduldiger und erfolgsversprechender den Abschluss. Und nicht zuletzt leistete es sich weniger Zeitstrafen. Aus all diesen Gründen ist der Sieg Möhlins absolut verdient.
Dieser Erfolg ist immens wichtig für die Mannschaft. Denn am Freitag steht das Derby zu Hause im Steinli gegen Frick aus. Auch da haben die Möhliner noch eine Rechnung offen. Denn das Hinspiel in Frick ging mit 23:26 ärgerlicherweise verloren und leitete vier Niederlagen hintereinander ein. Nun aber gehen die TVM-Spieler gestärkt mit drei Siegen in Serie - so vielen wie noch nie in dieser Saison - in dieses prestigeträchtige Spiel. (vkr)


BSV Borba Luzern - TV Möhlin - BSV Borba Luzern 29:27 (10:12)

Steinli. - 130 Zuschauer. - SR: Brianza/Lämmler. - Torfolge: 1:0, 2:2, 2:4, 3:6, 5:6, 5:8, 7:10, 10:10, 10:12; 12:12, 12:14, 13:15, 16:15, 17:16, 19:17, 22:19, 23:22, 25:24, 26:24, 27:25, 28:26, 28:27, 29:27. - Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Möhlin, 9-mal 2 Minuten gegen Borba inklusive Disqualifikation gegen Raemy (45.).
Möhlin: Vogel, Wenger; Schmidhalter, Huber (3), Schmid (2), Soder (3), T. Kern (11/5), Jaja, Zeqai (4), P. Kern (1), Lampe (5/2).
Borba: Auf der Maur, Bossert; Häberli (6), Haggenmüller (4), Hasler, Hutter (1), Makzoll (2), Muff (3), Peter (1), Raemy (7), Riva (1), Stadelmann (2).
Bemerkungen: Möhlin ohne Hürbin, Haxhimusa und Meier (alle rekonvaleszent), Deric (krank) und Lesic (abwesend). Jaja wird nicht eingesetzt. - 2. Auf der Maur hält Penalty von Lampe (1:0), 58. Muff vergibt Penalty, trifft aber im Nachschuss.

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