Pfingstsamstag, 10:45 Uhr, Bahnhof Baden: rund 80 Kinder und 50 Leitende treffen nach und nach ein. Abenteuerlustig, mit Feldstecher und Schlafsack ausgerüstet und sichtlich gespannt, auf das was sie in den folgenden Tagen erwartet, erlebt man die Kinder und Leitenden der sechs Jungwacht- und Blauringscharen aus der Region Brugg.

Ihr Ziel: Die Savanne rund um den Wettinger Herterenhof. Die Jubla geht auf Safari! Kaum unterwegs werden die Reiseteilnehmer jedoch Zeugen eines schrecklichen Wildererüberfalls auf zwei Elefanten. Mutig wie sie sind, beschliessen die Jubla-Scharen, die Elefanten und anderen Tiere der Savanne zukünftig zu schützen und sich in den folgenden Tagen auf einen Kampf gegen die Wilderer vorzubereiten. Im Basiscamp des Reiseveranstalters angekommen, geht es an die Einrichtung. Sichtschutz gegen die Wilderer, Trainingsbauten, Gemeinschaftsräume und auch eine Hollywoodschaukel zur Ablenkung werden gebaut. Viele Kinder üben sich im Pfeilbogenschiessen und Kriegsbemalung-Schminken. Beim eigens zubereiteten Abendessen werden Strategien diskutiert und Kräfte für den abendlichen Trainingsblock gesammelt. Geschwindigkeit, Teamgeist und Treffsicherheit, dies die Ziele des ersten Trainings. Die schlimmen Erinnerungen an den Überfall sind vorerst verdrängt und der Tag geht friedlich zu Ende. Bereits am frühen Morgen jedoch wird keine Zeit versäumt, das Training wird wieder aufgenommen. In einer guten Kampfvorbereitung darf ein Tanz natürlich nicht fehlen. In vier Herden werden verschiedene Tänze einstudiert und vorgeführt. Auch die Tarnung dürfen wir an dieser Stelle nicht vergessen. Ob mit Holzstöcken oder Blätterkleid ausgestattet, die Herden sind in der Savanne beinahe nicht mehr zu erkennen. Am Nachmittag dann üben sich die Safari-Teilnehmenden in der Tierhaltung und dem Schutz der Tiere vor den Wilderern. Aus der grossen Savanne bringen sie verschiedene Tierarten in ihr geschütztes Camp und erspielen sich gegen andere Tierreservate die Nahrung für ihre Tiere. Viele Tiere können in diesem Spiel bereits gerettet und gepflegt werden – ein Grund für eine ausgiebige Feier. Mit ausgelassener Laune tanzen und singen die Kinder und Leiter bei der Safari-Party am Lagerfeuer bevor es am nächsten Morgen zum Ernstfall kommt. Dann nämlich stellen sich die Mutigsten unter den Reisenden den Wilderern. Dank bester Vorbereitung im Training und ganz viel Teamgeist bezwingen die Jungwächter und Blauringmädchen die Wilderer, welche dann von der ebenfalls aufgebotenen Polizei festgenommen werden. Den Rucksack voller Erinnerungen an ein ereignisreiches Pfingstwochenende treten die sechs Scharen aus Turgi, Gebenstorf, Birmenstorf, Schenkenbergertal und Windisch ihre Rückreise an – im Wissen, dass die Tiere in der Wettinger Savanne nun in Sicherheit sind.

Jungwacht Blauring Regionalleitung Brugg, Ladina Zumsteg