Zu kontroversen Diskussionen an der Fraktionssitzung der SP Fraktion führte die Vorlage bezüglich der Beiträge zur langfristigen Finanzierung des Betriebs im Campussaal. Die SP Fraktion erkennt die Be-deutung und die Ausstrahlung, die der Campussaal für die Region hat. Allerdings wurde an der Frakti-onssitzung die derzeitige Nutzung des Saals kritisiert.
Es finden insgesamt noch eher wenige Anlässe statt, es sollte ein Ziel sein, die Auslastung zu erhöhen. Aber auch die Zusammensetzung der Kundschaft entspricht nicht ganz den Vorstellungen der SP. Die Stadt Brugg soll den Campussaal weiterhin mit Betriebsbeiträgen von jährlich bis zu 352‘000 CHF un-terstützen.
Um die Höhe dieser Beiträge zu rechtfertigen, würde sich die SP Fraktion wünschen, dass der Cam-pussaal in Zukunft vermehrt auch für kulturelle Anlässe wie Konzerte, Messen oder Ausstellungen ver-wendet wird, die direkt der Bevölkerung der Region zu Gute kämen. Zurzeit ist leider nur ungefähr jeder fünfte Anlass einer dieser Art. Die SP ist überzeugt, dass die Durchführung von öffentlichen Anlässen im Campussaal die Identifizierung der Bevölkerung mit dem Saal verbessern und ihn dadurch noch besser in der Region verankern würde.
Die Betriebsbeiträge sind relativ hoch angesetzt und die Planerfolgsrechnung zeigt, dass diese vermut-lich auch beinahe ganzheitlich gebraucht werden. Die SP sieht ein, dass man den Erfolg eines Unter-nehmens nach den ersten drei Betriebsjahren noch nicht ganz korrekt einschätzen kann. Allerdings ist es aus Sicht der SP Fraktion nicht optimal, die Betriebsbeiträge diskussionslos für die nächsten zehn Jahre zu sprechen.
Aus diesem Grund wird die SP Fraktion den Antrag einreichen, dass an der Einwohnerratssitzung vom 10. März die Beiträge vorerst nur für die nächsten fünf (2018 – 2022), statt zehn Jahre gesprochen werden. Die SP erachtet es als sinnvoll, dass die Situation dem Einwohnerrat bereits in fünf Jahren nochmals vorgelegt werden soll. Nicht zuletzt auch, weil der Einwohnerrat Windisch den Betriebsbeiträ-gen an seiner Sitzung vom 15. März nur für die nächsten fünf Jahren zustimmen kann. Der Antrag der SP Fraktion würde daher dazu führen, dass Windisch und Brugg die Gelder sinnvollerweise für dieselbe Zeitdauer sprechen könnten.
Die Beschaffung eines neuen Wechselladefahrzeugs für die Feuerwehr ist für die SP Fraktion unum-stritten, die Vorgänge des Auswahlverfahrens können dank der ausführlichen Vorlage gut nachvollzo-gen werden. Ebenso unumstritten ist der Baukredit für den Neubau einer Sauberwasserleitung im Ge-biet Stapfer.
Der SP ist es wichtig, dass in den städtischen Verwaltungsabteilungen zu Gunsten der Bevölkerung
wirkungsvoll gearbeitet werden kann. In der Abteilung Planung und Bau und auch bei der Informatik
sind die vorgeschlagenen Verbesserungen dringend notwendig. Darum befürwortet die SP die Integration
der Stadtplanung in die Abteilung Planung und Bau mit der gleichzeitigen Pensumsaufstockung von
20 auf 60 Stellenprozenten, sowie die Erhöhung der Stellenprozente für den Bereich Informatik. Die
Fraktion ist sich einig, dass es untragbar ist, dass die ganze Informatik der Stadt Brugg von einer einzigen
Person abhängt, deshalb ist die Einführung eines zuständigen Zweierteams eine gute Lösung.