Mit Badezeug, warmer Kleidung, Schlafsack und Verpflegung im Rucksack begann am Samstagmorgen die Turnreise des STV Erlinsbach AG. Mit Bahn und Postauto fuhren wir durchs Emmental in Richtung Entlebuch. In Flühli verliessen wir das Postauto und nun ging es zu Fuss weiter. Nach einem 45 minütigen Fussmarsch erreichten wir über eine kleine Hängebrücke das Chessiloch. Wir stärkten uns mit dem mitgenommenen Mittagsessen, danach wagten einige den Sprung ins kalte Wasser, welches eine Temperatur hatte, die näher bei 10°C als bei 20°C war. So wie wir gekommen sind, wanderten wir wieder zurück zur Postautohaltestelle, wo eine aggresive Wespe dafür sorgte, dass Tanja`s Achselbereich anschwellte. Mit dem Postauto ging es weiter nach Sörenberg. Von dort aus gelangten wir mit einer kleinen Wanderung und einem Boxenstopp auf der Schwand zur Rossweid. Dort gönnten wir uns Kuchen und Glacé. Für den Abstieg trennten wir uns auf, einige wählten den direkten Weg, die andern wurden von unserem Turner Sagex, über den Moorweg, vorbei an zahlreichen Heidelbeersträuchern ins Tal geführt. In der Tschudi Hui Bar durften wir den 1. Apéro geniessen. Noch 30 Minuten mussten uns unsere Füssen tragen, bis wir das Tagesziel, den Birkenhof erreicht hatten. Gastgeber Christian offerierte uns als Willkommensapéro seinen feinen Erdbeerwein.

Nach dem Essen musste unser Schlaflager eingerichtet werden, was kann es auf einem Bauernhof schöneres geben, als im warmen und weichen Stroh zu schlafen?

Jetzt wurden unsere Stimmbänder und Zungen gefordert. Vom Prix Walo Gewinner 2011 Franz Stadelmann, erhielten wir einen Crash-Kurs wie man jodelt. Vom Sing-Jodel über Kehlkopfschlag-Jodel, durften wir alle Arten üben. Franz stimmte einen Song nach dem anderen an und die Turner sangen die Texte so gut sie diese kannten mit. Chrigus Lehrlig griff auch noch zu seiner Handorgel und sorgte Solo wie auch im Duett für Unterhaltung.

Nach der Nacht im Stroh, kamen wir in den Genuss eines reichhaltigen "Buurezmorge". Als wir dabei auf unseren Handys, die von der Jodellektion gedrehten Videos anschauten, wurde uns bewusst wieso wir besser beim Turnen bleiben. Das Wetter am Sonntag war leider nicht mehr so fröhlich, schon bald zogen Regenwolken auf. Der Präsident musste sich auf die Suche nach seiner verloren gegangenen Jacke machen, welche zum Glück an der Talstation abgegeben wurde (Danke an den ehrlichen Finder) und die andern machten sich auf den Weg zur Sommerrodelbahn. Als wir die Rodelbahn erreicht hatten, fielen bereits die ersten Regentropfen und die Rodelbahn war vorübergehend gesperrt. Dies hatte zur Folge dass das Restaurant nebenan besucht werden musste. Nach 30 Minuten meinte es Petrus gut mit uns und stellte den Regen für knapp 1 Stunde ab, was uns noch 2-3 Rodelfahrten ermöglichte.

Mit Bahn und Bus reisten wir wieder zurück nach Speuz, wo einige im Hirschen bei Speis und Trank die Turnreise ausklingen liessen.

Danke an die Gastgeber und die Organisatoren für das tolle Weekend.