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Die Heimspielpremiere des TV Solothurn ist geglückt

Der TV Solothurn gewinnt gegen die Pfadi Espoirs.

Der TV Solothurn gewinnt gegen die Pfadi Espoirs.

Der TV Solothurn gewinnt sein erstes Heimspiel der Meisterschaft gegen die Pfadi Espoirs überlegen mit 33:27. Mit einer etwas schwächeren Defensive als gewohnt war es für einmal der Angriff, der brillieren konnte.

Zu Beginn erwiesen sich die Solothurner als höfliche Gastgeber. Trotz Anspiel liessen die Ambassadoren den Gästen aus Winterthur den Vortritt beim Tore schiessen. Zusätzlich zum ersten Gegentreffer kassierte der TVS auch gleich noch eine Zweiminutenstrafe und agierte ungewohnt früh zum ersten Mal bereits in Unterzahl.

Doch trotz numerischer Unterlegenheit liess sich das Heimteam nicht abhängen und konnte die Führungstreffer der Zürcher jeweils postwendend egalisieren. Als nach fünf Minuten wieder die volle Personalstärke verfügbar war und sich die Solothurner langsam gefunden hatten, übernahmen sie dann aber gleich das Spieldiktat. Der Rückstand wurde in eine Führung verwandelt, die der TVS bis am Ende des Spiels nie mehr abgab.

Unberechenbare Solothurner

Dabei glänzte die Truppe von Trainer Marco Kurth mit variantenreichem Spiel. Mal skorte Flügelspieler Lars Hofer per schnellem Gegenstoss, das nächste Mal folgte ein Wurf aus dem Rückraum von Hüne Mathias Blaser, nur um dann den Gegner im folgenden Angriff mit einem genialen Kreisanspiel auf Martin Beer zu verwirren.

Spielt ein Gegner so variantenreich in der Offensive, wie dies die Aarestädter umzusetzen vermochten, so ist er fast nicht zu verteidigen. So konnten sich die Pfader während des gesamten Spiels nie wirklich auf den Solothurner Angriff einstellen und fanden folglich auch kein Mittel gegen einen dominant auftretenden TV Solothurn.

Die Winterthurer Talente hingegen waren ihrerseits im Angriff einfach auszurechnen. Mit Henrik Rein Schönfeldt verfügten sie über einen enorm wurfstarken linken Rückraum, der am Ende elf Treffer aus 17 Versuchen erzielt.

Er war in diesem Spiel aber der einzige Pfader, der wirklich torgefährlich war, und so liess Solothurn-Trainer Kurth den Topschützen gewähren, ohne seine Deckung mehr auf ihn auszurichten. Denn dies hätte lediglich mehr Platz für die anderen Zürcher Spieler gegeben. Da der TVS resultatmässig nie wirklich in Gefahr geriet, war dieses Risiko nicht notwendig. Zur Pause resultierte ein komfortables Polster von vier Toren (16:12).

Gelungener Saisonstart

Diese Differenz hatte auch in den ersten Minuten der zweiten Hälfte Bestand. Doch schon schalteten die Solothurner noch einen Gang höher. Angeführt vom Rückraum Mitte Dario Lüthi, der bereits in der ersten Halbzeit zwei Treffer erzielte, erhöhte der TVS die Kadenz und baute seine Führung aus. Auch der Wechsel auf dem linken Flügel zur Pause machte sich bezahlt.

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte der ehemalige NLA-Spieler Oliver Räz in einem Spiel mittun – und er zeigte, dass er in seiner Auszeit nichts verlernt hat. Mit sechs Toren aus ebenso vielen Versuchen war er der überragende Mann der zweiten Hälfte. Und nicht nur seine Wurfquote war beeindruckend, sondern auch seine Wurfvarianten. Gleich vier seiner Treffer erzielte Räz mittels Trickwurf.

Dank diesem Zwischenspurt führte der TV Solothurn rund zehn Minuten vor Abpfiff sogar mit zehn Toren Vorsprung und alles deutete wieder auf einen Kantersieg hin, wie bereits im Cup-Heimspiel gegen Emmen. Es war dann die sonst so sattelfeste Verteidigung, die ein «Stängeli» letztlich verhinderte.

Mehrere Abstimmungsfehler und Unkonzentriertheiten ermöglichten den Gästen aus Winterthur gegen Ende der Partie noch einige Treffer, womit die Zürcher ein Debakel verhindern konnten. Die Solothurner indes werden damit leben können, am Ende nicht noch höher gewonnen zu haben.

Mit erfrischendem Offensiv-Handball haben die Gastgeber den Grundstein zum Sieg gelegt und sichern sich die Punkte Nummer fünf und sechs in den ersten vier Spielen. Nach der ärgerlichen Auftaktniederlage in Stans kann man beim TVS dank dreier Siege in Folge dennoch auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken.

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