Vogel- und Naturschutzverein Wettingen

Die grosse Vielfalt der Pilze erlebt und genossen

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Ohne die Pilze ginge es uns schlecht. Die Welt versänke in Biomasse, würden Pilze nicht für deren Abbau sorgen. Ohne Hefepilze gäbe es kein luftiges Brot und weder Wein noch Bier. Pilze dienen der Medizin und helfen den Baumwurzeln, Wasser und Nähstoffe aufzunehmen. Dies und weiteres wusste Peter Schär zu Beginn des Pilznachmittags des Vogel- und Naturschutzvereins Wettingen zu berichten. Der Pilzkontrolleur war in seinem Element und blühte auf, ohne aber die Schattenseiten zu verbergen: Wer liebt schon Fusspilze?

Nach der kurzweiligen Einführung ging es aber ans Arbeiten. Die gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, gross und klein, schwärmten aus, um ein je paar Exemplare zu suchen und danach zu einer kunterbunten Sammlung auszulegen. Nun wurde es richtig schwierig: Es galt, die gefundenen Pilze auf einem Formular nach relevanten Merkmalen zu beschreiben und dann einer Gattung zuzuordnen. Als Peter Schär danach die gemachten Zuordnungen durchging, mussten die engagierten «Pilznovizinnen und -novizen» feststellen, dass der Teufel im Detail liegt und viele der Pilze falsch lagen. Pilzprofi wird man ganz offensichtlich nicht in einem Nachmittag.

Nicht fehlen durfte danach natürlich ein wichtiger Aspekt für einen gelungenen Pilzanlass: der Speisepilz. Peter Schärs Frau Britta hatte in der Küche des Forsthauses Muntel ein reiches Pilzragout zubereitet – notabene aus im Vorfeld gesammelten Pilzen. Dieses konnten die Anwesenden geniessen, und zusammen mit frischem Brot mundete es hervorragend. Den krönenden Abschluss aber bildete die Preisfrage des Pilzkontrolleurs, aus wie vielen Pilzsorten das exquisite Ragout bestanden habe. Nicht weniger als 92 Arten waren es, was beweist, dass es in unseren Wäldern sehr viel mehr gute Speisepilze gibt als wir gemeinhin vermuten. Man muss sie nur kennen! (mu)

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