Freiämter Weinfreunde

Die Freiämter Weinfreunde geniessen vier wunderbare Tage im Piemont

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60 Freiämter Weinfreunde haben vom 27. – 30. September 2009 vier unvergessliche Tage im Piemont genossen, geprägt von unzähligen kulturellen, kulinarischen und lukullischen Höhepunkten – bei strahlendem Sonnenschein.

Die subalpine Weinregion Piemont im Nordwesten Italiens ist noch immer kleinbäuerlich geprägt, auch wenn in den letzten Jahren viele prachtvolle Weingüter entstanden sind.

Naturgeografisch gliedert sich die Region Piemont mit der Hauptstadt Turin in drei Teile: Die Alpenregion bildet die West- und Nordgrenze des Piemonts. In der Po-Ebene befinden sich die grossen Städte des Piemonts; hier leben auch die meisten Menschen. Aus dieser Gegend stammt rund 1/3 der Europäischen Reisproduktion. Das Hügelland im Südosten der Region (Monferrato, Langhe, Roero) wird in erster Linie landwirtschaftlich und touristisch genutzt; hier hat der Weinbau den grössten Stellenwert.

Nebbiolo, die Königin im Weinland Piemont - die Weine werden hier ausschliesslich aus der edelsten Traube des Piemonts, der Nebbiolo, gewonnen. Die besten Rebberge befinden sich auf kalkhaltigem Mergel oder kargem Sandstein. Die Spitzenweine des Piemonts haben in den letzten Jahren einen markanten Wandel durchlaufen. Die meisten Produzenten haben die Maischung und Gärung, welche früher bis zu zwei Monaten dauerte, auf rund zwei Wochen reduziert. Zudem reifen heute viele Weine in Barriques. So entstehen rundere, fruchtbetontere Weine, die früher trinkreif sind.

Einen enormen Aufschwung hat in den letzten Jahren auch der Barbera erlebt. Aus dem einst herb-rustikalen und enorm säurebetonten Alltagswein ist durch Ertragsreduktion, moderne Vinifikation und oft auch Fassausbau ein dichter, eleganter Wein entstanden, der von immer mehr Piemont-Liebhabern als interessante Alternative zu den eher teuren Barolos und Barbarescos geschätzt wird. Mit dem frischen, unkomplizierten Gavi aus der Cortese-Traube, dem elegant-feinduftigen Arneis sowie dem moussierend-vollfruchtigen Moscato verfügt das Piemont auch über drei eigenständige Weissweine, die zunehmend geschätzt werden.

Die Küche des Piemonts gilt für viele als die beste Küche Italiens. Sie ist abwechslungs-  und einfallsreich, verlässt dabei aber nie die alten Küchentraditionen, die eng an die lokalen Produkte gebundenen sind. Sie basiert zum großen Teil auf einer bäuerlichen Küche, die frische, regionale und saisonale Produkte verwendet. Die Küche des Piemonts vereint kräftige Aromen und delikate Kompositionen, die jedem Gericht eine fantasievolle Note verleihen.

Unsere viertägige Wein- und Kulturreise hat das im Reiseprogramm Versprochene um ein Vielfaches übertroffen: wir haben viel erlebt, gesehen und fürstlich gegessen und getrunken.

Nebst den italienischen Städten mit besonderem Flair, Alba und Asti, konnten wir uns mit der Besichtigung des Schlosses Grinzane Cavour in frühere Zeiten zurückversetzen.

Die erlesenen Weingüter und die Distillerie, zu denen uns Peter Schürmann die Türen öffnen konnte, waren eine exquisite Auswahl der Spitzengüter des Piemonts. La Spinetta Campè, Cordero di Montezemolo in La Morra oder Rocche dei Manzoni sowie die Distillerie Berta in Monbaruzzo.

Gerne wären wir noch viel länger im Piemont geblieben, geprägt von einer wunderbaren hügeligen Landschaft, traumhaften Rebbergen, liebenswürdigen Menschen und Köstlichkeiten aus Küche und Weinberg!

60 Weinfreundinnen und Weinfreunde haben einmal mehr eine wunderschöne und unvergessliche Reise geniessen können. Unser herzliches Dankeschön an Peter Schürmann und seine Gattin Margrit für die Vorbereitung und Durchführung!

Den ausführlichen Reisebericht finden Sie unter www.weinfreunde-freiamt.ch - Events/Reisen.

Nächster Anlass: Generalversammlung mit Wine & Dine „Torro/Ribera del Duero", Gastreferentin: Chandra Kurt.

Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen - mehr unter www.weinfreunde-freiamt.ch

6.10.2009/Claudia Hoffmann-Burkart

(Fotos von Norbert Hoffmann)

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