Nominiert hat die CVP Aarau ihre Kandidatinnen und Kandidaten für den Einwohnerrat. Sie tat dies nicht in einem Hinterzimmer, sondern bettete den Anlass in die raue Welt einer Baustelle ein.

Bodenverhaftet war der Anlass im wörtlichen Sinne, indem die Ortspartei unter der Führung von Heinz Imseng, Projektleiter des Departements Bau, Verkehr  und Umwelt, den nunmehr im Rohbau fertigen Tunnel Horental bei Biberstein abmarschierte. Beeindruckt war man nicht nur über die unmittelbar erfahrbare Dimension des Bauwerks, sondern auch über die dem ersten Blick verborgene Ingenieurkunst, die diesem Bauwerk eine seltene technische Perfektion verleiht. In die Bewunderung schwang sich angesichts des immensen Aufwandes jedoch auch eine leise Frage nach dem Wofür.

Im Info-Pavillon der neuen Staffeleggstrasse hatte die Gesellschaft anschliessend Gastrecht zur Durchführung der Nominationsversammlung. Einstimmig nominiert wurden:Susan Dober Spielmann, Sonja Eisenring-Ackle, Werner Schib,Regula Haag Wessling,Lukas Häusermann, Andrea Könitzer, Angelo De Moliner, Manfred Winiger, Peter Roschi, Daniel Roth, Raffaella Chicchini, Rohr.

Im Anschluss an die Nomination machte Grossrat Andreas Brunner eine Tour d' Horizon durch die ihn politisch bewegenden Themen. Nach seinem Dafürhalten sollte im neuen Wahlsystem ein Quorum eingeführt werden. An der Volksschule gibt es nach der Ablehnung des Bildungskleeblattes nebst bewährten Elementen gibt es an der Volksschule weiterhin auch pädagogischen und strukturellen Handlungsbedarf. Die Volksschule soll nun schrittweise weiterentwickelt werden. Auch die Familien sollen gestärkt werden.

Die CVP-Fraktion im Grossen Rat will auch ohne das Zugpferd Rainer Huber weiterhin in Bildungsfragen Dampf machen. Sie will sich für Tagesstrukturen einsetzen, nicht jedoch für Tagesschulen wie die SP. Frauen sollen berufstätig sein können; eine Zwangserziehung wird aber abgelehnt. Dogmatismus liegt der CVP fern, sie will sich der Sachpolitik stellen. Im Vergleich mit unseren Europäischen Nachbarn stehen wir immer noch gut da. Dies gilt es zu bewahren, indem wir die Schweizerischen Tugenden hochhalten: Eigenverantwortung, persönliche Freiheit und gezielte, aber keine Zwangs-Solidarität. (sei)