Wer am Samstag Morgen beim Fischer Zweiradshop in aller Herrgottsfrühe vorbei fuhr, staunte nicht schlecht. Da standen doch tatsächlich bereits um 6.00 Uhr 28 topmotivierte Biker vom VBT-Seetal auf dem Weg in die Innerschweiz. Auch die Sonne muss ein Bikerfan sein, die uns bereits in den frühen Morgenstunden begleitete. Nach kurzer Autofahrt starteten dann zwei Gruppen aus Sisikon ihre Tour Richtung Kinzipass, während eine dritte Gruppe bei der Talstation der Stoosbahn ihre Bikes sattelten. Im gewohnt  gemütlichen „VBT-Seetaler-Tempo", wie man so schön sagt, ging es zuerst mehrheitlich flach Richtung Muotathal, wo dann, nach der Einrolltour bereits die Passstrasse Richtung Kinzipass beim Hölloch startete. Nun hiess es: letzte Riegel mampfen, Kurzarmtenue anziehen, nochmals tief durchatmen und sich irgend auf eine Weise Mut zu sprechen; so nach dem Motto: „ Ufe chonnd mer emmer, dFrog esch nor wie?!" Klare Führer am Berg war die Gruppe, welche bei der Stoos-Bahn startete. Dicht folgte die erste Gruppe, welche aus Sisikon startete. Diese hatte jedoch keine Chance, die erste Gruppe ein-zuholen.  Als letzte gestartet, kamen dann unsere „Jungen Wilden" plappernd und völlig locker im ziemlichen Eilzug und über-holten die erste Gruppe aus Sisikon bereits beim ersten Anstieg. Nach den ersten sieben Kilometer auf der Teerstrasse ging es dann eher flach weiter. Während einige bereits die noch kommende Steigung ohne Pause in Anspruch nahmen, gönnten sich die anderen einen ersten verdienten Kaffehalt. Nun hiess es „fertig loschtig" und man konnte deutlich spüren, was ein Berg wirklich ist. Steil ging es auf breiten Wanderwegen bergauf. Die Sonne strahlte uns bereits um halb 10 Uhr an. Wer diesen Anstieg nach gut 50 Minuten hinter sich gebracht hatte, staunte nicht schlecht als es nochmals  einige Höhenmeter zu er-kämpfen gab. Die warn „ungemütlicher" und fast am Höhenziel angekommen, hiess es dann noch: Bike tragen! Weshalb auch immer.

Endlich oben angekommen war das Gefühl der Anstrengung schnell vergessen, da die Aussicht für die Strapazen klar ent-schädigte. Nun kam die Abfahrt, bei der technisches Geschick auf dem Bike klar gefragt war. Über Wiesenwege ging es ziemlich rapide den Berg hinunter bis zur verdienten Mittagsrast im Restaurant Edelweiss. Die Sonnenterasse lud zum Ver-weilen ein.  Aber ja, man kennt ja die VBT-ler. Pausen dauern bei uns nicht wirklich lange. J

Die nachher folgende Weiterfahrt war wie ein Dessert zum Hauptgang. Im rasanten Tempo ging es nochmals über Wander-wege Richtung Tal, bei denen, die doch noch 200 Höhenmeter, kaum spürbar waren. Unsere „Jungen Wilden" machten nun klar den Vormarsch. Manchen Wanderern unterwegs stand sowohl Staunen als auch Bewunderung ins Gesicht geschrieben. Gemeinsam kamen wir dann nach wilder Abfahrt ohne Stürze, jedoch mit ein paar technischen Defekten (Platten und mehrmaligen Kettenproblemen), gemeinsam in der Nähe von Flüelen an. Den letzten Teil von Flüelen Richtung Sisikon entlang dem schönen Seeweg zu unseren Autos ging durch das gemeinsame Schwatzen wie im Flug vorbei und bei immer noch strahlendem Sonnenschein  wurden die Bikes  in die Autos verladen. Wahrlich, nach dieser rasanten Abfahrt, war es schwierig einzuschätzen, wer mehr strahlte: die Sonne oder doch eher die Gesichter unserer VBT-ler. 

Um 57.8 km und 1891 Hm reicher möchte ich allen Tourenleiter und denen, die immer Ihre Fahrzeuge für den Personen- und Biketransport zur Verfügung stellen danken. Einen herzliches Dankeschön auch an Doris, die unsere Bike Junioren auf der verkürzten Route super betreut und über den Kinzigpass geführt hat. Die Biketour mit 28 Personen hat Spass gemacht, dank der Rücksichtnahme und tollen Stimmung aller Teilnehmer. Viele schöne Bikestunden bis zur nächsten Ausfahrt wünscht Euch Stefan.(f.g.)