Die Surbtaler starteten schnell konzentriert und versuchten die Gäste vom Zürichsee zu überrollen. Vier verschiedene Torschützen nach fünf Minuten – der Druck auf die gegnerische Abwehr fand von allen Positionen statt, es schien zu laufen. Doch die Gäste der SG Wädenswil/Horgen stellen sich schnell auf die Endinger ein. Bei den Endinger häuften sich unsaubere Anspiele, kleine Unachtsamkeiten, die dankend mit Gegenstössen genutzt wurden. So verkürzten die Gäste und kamen immer wieder auf zwei Tore an die Endinger heran.

Überragender Torhüter

Chris Nungovitch sicherte seinen Kasten hervorragend. Ihm gelangen im Spiel mehr als 21 Paraden, die auch dringend nötig waren, denn die Abwehrreihe liess allzu oft Durchbrüche zu. Nungovitch parierte Penalties, vereitelte Gegenstösse und war für seine Vorderleute ein sicherer Rückhalt, auf den sie sich verliessen.

Rote Karte

Lukas Riechsteiner leistete sich eine unsaubere Bewegung und wurde direkt von der Platte und von der Bank mit der roten Karte verwiesen. Nungovitch parierte den darauf folgenden Strafwurf mit Bravour, zeigte seine mentale Stärke und verunsicherte die Gegner. Nemaja Sudzum nutzte die Gelegenheit und verwandelte in Unterzahl. Trotz guten Sequenzen verlief das Spiel nicht so überzeugend wie in den vorangegangenen Partien. Die Defensive bewegte sich zu wenig, immer wieder taten sich Löcher auf und liessen direkte Bewegungen aufs Tor zu. Vorne fehlte ab und zu der letzte Wille aufs Tor, so konnten die Gäste immer wieder verkürzen.

Starke Abschlussphase vor der Pause

Nach zehn mässigen Minuten spielte der TV Endingen vor der Pause wieder stark auf und baute die Tordifferenz auf sechs Treffer aus. Mit einem 18:12 Pausenstand ging es in die Kabine.

Die Endinger starteten erneut schnell und bauten den Vorsprung aus. Leider leisteten sie sich früh eine Hängerphase und spielten unkonzentriert. Zu unsicher im Angriff, manchmal mit „Fangbällen“ für den gegnerischen Torhüter – so liessen die Gastgeber zu viele Chancen liegen. Das Team fand nicht zur eigenen Stärke, zog nicht das eigene Spiel durch. Trainer Majeri versuchte mit einem Teamtimeout die Spieler zu fokussieren. In dieser Phase zeigte Flügelspieler Oliver Mauron seinen Durchsetzungswillen. Fand der Ball den Weg zu ihm, verwandelte er sicher und effizient. In Einzelaktionen zeigte der TV Endingen seine Klasse, im Zusammenspiel wollte es weiterhin nicht immer klappen.

Versöhnliche Schlussphase

Bei den Gästen zollte das hohe Anfangstempo seinen Tribut. Während die Endinger die eigenen Reihen schlossen und die Defensive gewohnt stark agierte, lief bei den Zürchern nichts mehr. Die konsequente Abwehrarbeit forderte leider einige Strafminuten, sodass die Endinger im letzten Drittel praktisch in Unterzahl spielte. Das Tempo wurde entsprechend langsamer, die Konzentration liess nach und die Gegner konnten wunderschöne Gegenstösse laufen. Die unnötigen Ballverluste auf Endinger Seite liessen die Gäste auf ein Endresultat von 29:25 herankommen. Der Endinger Sieg war nie gefährdet, doch die Zuschauer vermissten den überzeugten Kampf und die eingeschworene Teamarbeit.