Eine leicht erhöhte Nervosität auf der Bank machet sich anfangs auch ab und zu auf der Platte bemerkbar. Die Gäste, mit drei siegreichen Partien in Folge im Gepäck, hatten sich mit sieben Spielern von Wacker Thun verstärkt, so musste TVE-Trainer Majeri das Team auf einen ebenbürtigen Gegner vorbereiten. Alle waren auf eine harten Kampf eingestellt.

Beide Teams starteten schnell. Der TV Endingen konnte von Beginn an seine gefährlichen Konter laufen und ging schnell in Führung. Diese Führung gelang unter anderem wegen der tollen Keeperparaden. Torhüter Nungovitch stand richtig, reagierte blitzschnell. So konnte es sich der Angriff auch leisten, einige erfolgversprechende Gegenstösse liegen zu lassen.

Blitzschnelles Umschalten und Effizienz

Das Team stand wie gewohnt sicher, verschob schnell und reckte sich nach jedem Ball. Die Folge waren ungenaue Pässe bei den Gästen. Der TV Endingen schaltete immer wieder blitzschnell um und verwandelte vorne sicher. Lukas Riechsteiner verblüffte mit einem wunderbaren Zuspiel über den Kopf hinweg und Nemanja Sudzum verwandelte sicher.

Die Endinger blieben konzentriert, reagierten wesentlich schneller als die Gäste und bauten die Führung weiter aus. Auch das frühe gegnerische Teamtimeout brachte den Spielfluss der Endinger nicht durcheinander. Das Umschaltspiel klappte weiterhin bestens. 

Nur drei Gegentore in der Startviertelstunde

Wie gut die Defensive stand, zeigte die Punktetafel an. In der ersten Viertelstunde Spielzeit musste Keeper Nungovitch gerade 3 Mal hinter sich greifen. Der TV Steffisburg tat sich schwer, kam dann aber immer besser ins Spiel. Das Spiel wurde härter und der TV Endingen musste in Folge gleich zweimal mit nur vier Feldspielern auskommen. In dieser unruhigen Spielphase verkürzten die Gäste und traten immer sicherer auf. Auf der Endinger Seite wurde das Spiel langsamer, es verlor an Spritzigkeit. Der Pausenstand von 14:10 verhiess eine spannende zweite Halbzeit.

Die Endinger machten gleich von Beginn der zweiten Spielhälfte klar, dass sie das Zepter nicht aus der Hand zu geben gedachten. Schnelle erste Welle, sicherer Abschluss und schon zog der TV Endingen auf und davon. Christian Riechsteiner dirigierte sein Team mit viel Übersicht und prompt waren wieder alle schneller auf den Beinen. Die Gegenstösse häuften sich, das Tempo zog an. 

Die Gäste überrollt

Die Gastgeber überrollten das gegnerische Team und liessen in der gesamten zweiten Halbzeit gerade mal fünf Gegentreffer zu. Dennis Grana behauptete sich genauso erfolgreich im Tor wie zuvor Christophoro Nungovitch zuvor. Beide Keeper hatten einen starken Tag erwischt. Zusammen mit der sicheren Abwehrkette boten sie kaum nutzbare Lücken.

Entweder schossen die Endinger mit Gegenstössen los oder die Bälle fanden Simon Wittlin am Kreis. Dieser nutzte seine Chancen und verwandelte ein ums andere mal. Trainer Majeri konnte wieder alle Spieler auf die Platte schicken. Als Youngster Joshua Hitz einen Strafstoss erfolgreich verwandelte, freuten sich die zahlreichen begeisterten Handballfans auf den Rängen ebenso wie seine Teamkollegen.

Mit einem klaren 25:15 gegen einen TV Steffisburg, der kein Mittel gegen die stark aufspielenden Endinger fand, verabschiedeten sich die Spieler gelöst und zufrieden.

«Einer für alle – alle für einen»

Erleichtert zeigte sich auch Trainer Majeri nach dem Spiel. «Das Wochenziel ist erreicht», so Majeri bescheiden. Auf die Frage angesprochen, wie er seine Männer immer wieder aufs Neue motivieren kann, meinte er: «Die Spieler müssen sich individuell verbessern können. Einer für alle – alle für einen. Das haben wir heute gesehen. Wenn wir diese Kämpfermentalität immer wieder aufs Neue auf die Platte bringen können, dann können wir uns das Label einer Kämpfermannschaft aneignen. Der gegenseitige Support macht den Teamgeist aus. Hoffen wir, dass wir diesen Kampfgeist weiterentwickeln können.»