Wer den «Schaden» hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Unter diesem Motto musste sich Altmeister Dieter Grossen nach seinem Ausscheiden im Viertelfinal einige Spässchen der Konkurrenz gefallen lassen. Von den ersten elf Austragungen des attraktiven Pistolenwettkampfes hatte er nicht weniger als acht gewonnen. Mit dem Maximum von 150 Punkten in der Vorrunde deutete Grossen im Suhrer Obertel an, dass der Weg zum Sieg auch diesmal über ihn führt.

Aber das Lospech bescherte ihm nach einer lockeren ersten Cuprunde den nervenstarken Viertelfinalgegner Bernhard Kayser. Der neu für Kölliken schiessende Zofinger fühlte dem Cupspezialisten auf den Zahn. Bei je 149 Punkten musste ein Shootoff übers Weiterkommen entscheiden. Bei diesen fünf Zusatzschüssen setzte sich Kayser 50:49 durch.

Abgebrühter Klauenbösch

Kayser nahm diesen Elan im Halbfinal mit und besiegte den Seniorenveteranen Hansruedi Merz brillant mit 150:145. Im Final traf Kantonalvorstandsmitglied Kayser auf seinen langjährigen Vereinskollegen Christian Klauenbösch. Auch dieser hatte im Viertelfinal einen Shootoff-Nerventest zu bestehen. Diesen bestand er mit 49:48 gegen Peter Kreienbühl.

Im kleinen Final besiegte Chantal Häuptli als beste Frau im 23-köpfigen Feld den Seniorenveteranen Hansruedi Merz 146:142.

Im kleinen Final besiegte Chantal Häuptli als beste Frau im 23-köpfigen Feld den Seniorenveteranen Hansruedi Merz 146:142.

Im Final Mann gegen Mann begann Klauenbösch mit einer 50er-Passe und holte damit den vorentscheidenden Punktvorsprung auf Kayser heraus. Nach einem 50:50 in der zweiten Passe gabs in den letzten fünf Schüssen ein 49:49, womit Christian Klauenbösch mit 149:148 Finalpunkten zum zweiten Mal nach 2013 den Röbi-Wüest-Cup gewann.

Im kleinen Final besiegte die beste Frau im 23-köpfigen Feld, Chantal Häuptli, den letztjährigen Dritten, Hansruedi Merz, mit 146:142. «Das war wieder ein spannender Kampf um den Sieg», freute sich Cupinitiant und Pokalspender Röbi Wüest über die gelungene 12. Austragung «seines» Wettkampfes. Derweil ging Dieter Grossen erstmals nach acht Jahren mit leeren Händen, das heisst ohne Preis nach Hause.