Paumann krönte mit seinem Sieg die geschlossene Leistung des erst auf diese Saison entstandenen Elite-Teams des früheren Profis Pirmin Lang. «Wir waren zu viert in der Siebnerspitze. Auf der letzten Runde griffen wir abwechselnd an. Ich war dann der Glückliche, der weg kam», schilderte der 25-jährige Paumann das Finale des am Samstagnachmittag bei warmer Witterung ausgetragenen Rennens.

Alleine kam Paumann bei seinem Angriff allerdings nicht weg. An seinem Hinterrad verblieb mit Jonas Tenbruck vielmehr ein Mann, der als endschnell bekannt ist. Der Deutsche aus dem Raume Stuttgart hat vor zwei Jahren in Steinmaur und vor Jahresfrist das Kriterium von Mauren gewonnen. Die bekannte Spurtkraft machte für Paumann die Aufgabe auf den letzten Metern nicht einfach: «Dass es am Ende gegen Leuggern bergauf ging, war mein Vorteil. Ich lancierte den Spurt von der Spitze aus und vermochte ihn durch zu ziehen. Tenbruck konnte nicht kontern und kam nicht mehr vorbei».

Timo Güller verfügte nicht über gute Beine

Mit vier Fahrern in der entscheidenden Spitzengruppe führte der Sieg nur über die Mitglieder des Teams von Primin Lang. «Sie haben in der letzten Runde mit uns Katz und Maus gespielt. Tenbruck lancierte einen Angriff und versuchte wegzufahren. Paumann ging mit. Für Simon Zahner und mich war damit gegen die Übermacht von Paumanns Mannschaftskollegen das Rennen gelaufen», berichtete Timo Güller.

Der vierfache Abendrenn-Sieger war als Lokalmatador gestartet. Er gab allerdings auch zu, dass er nicht über die Beine verfügte, die es für einen Sieg gegen die Übermacht der Fahrer aus der «Swiss Racing Academy» gebraucht hätte. «Am Schluss war bei mir die Luft draussen. Aber immerhin war ich zur Stelle als kurz nach Rennhälfte die entscheidende Fluchtgruppe lief», zeigte sich Güller mit dem fünften Rang zufrieden.

Paumann führt nun im Tour de Suisse-Cup

Mit seinem Sieg übernahm Fabian Paumann die Führung im Tour de Suisse-Cup, der Jahreswertung der bedeutendsten Rennen der Elite-Fahrer in nationalen Sportgruppen. Er liegt allerdings nur mit einem Punkt Vorsprung vor dem bisherigen Leader Jan-André Freuler. Diesem hätte ein Rang unter den ersten Zehn zur Verteidigung der Führung gereicht. Freuler erreichte in Leuggern als Elfter das Ziel, womit er das Trikot des Führenden an Paumann abgeben musste.

Paumann hat sich erst in dieser Saison ganz der Strasse verschrieben: «Bisher war ich ein Mountain-Biker, der Strassenrennen bestritt. Seit dieser Saison bin ich jedoch gamz Strassenfahrer». Wie der Sieg beim «kleinen Grossen Preis des Kantons Aargau», wie das zweitwichtigste Rennen der Gippinger Radsporttage auch genannt wird, zeigt, dass Paumann bei den Strassenfahrern definitiv angekommen ist.