Von Solferino bis Wohlen, von Dunant bis Allenbach und Lüthy: der rote Faden der Freiwilligkeit zieht sich durch die Geschichte des Roten Kreuzes. Am Freiwilligenanlass der Regionalstelle Freiamt vom 25. Mai haben ihn die Freiwilligen weitergesponnen.

„Ein roter Faden entsteht, wenn die Ereignisse einer Geschichte durch ein Leitmotiv miteinander verbunden sind“, erklärt Chantal Stähli, Leiterin der Rotkreuz-Regionalstelle Freiamt den 85 Freiwilligen, die sich an diesem Abend in der Rösslimatte in Wohlen eingefunden haben. Ihr Leitmotiv ist die Freiwilligkeit und dafür wird ihnen beim alljährlichen Freiwilligenanlass gedankt.

Von Solferino ins Freiamt

1859 nahm Rotkreuzgründer Henry Dunant auf dem Schlachtfeld von Solferino den roten Faden der Freiwilligkeit auf. Im Freiamt wird er heute von rund 130 aktiven Freiwilligen weitergesponnen, die sich als Fahrerinnen und Fahrer beim Rotkreuz-Fahrdienst, als Betreuungspersonen bei Tagesausflügen und Ferienwochen oder als Freiwillige beim Besuchs- und Begleitdienst engagieren. Und an diesem Abend nehmen sie das Spinnen des Fadens wörtlich.

Vom Faden zum Netz

Nach einem tollen Apéro mit Schwizerörgeli-Musik des Duos D’ Johrgänger und einem ausgiebigen Abendessen, hält Regionalstellenleiterin Stähli eine kleine Dankesrede.  „Der rote Faden verbindet die einzelnen Stationen unserer Geschichte und macht aus Fragmenten ein grosses Ganzes“, betont sie. Um dieses grosse Ganze darzustellen, fordert sie die Jubilare unter den Freiwilligen auf, den roten Faden weiterzureichen, der bei der Pappfigur von Henry Dunant beginnt. Unter viel Gelächter spinnen die Jubilare, die ihr 5-, 10-, 15 und 20-jähriges Jubiläum begehen, ein feines Netz von roten Fäden durch den Raum, welches schliesslich über die beiden austretenden Freiwilligen bis zum Team der Regionalstelle und den Vorstandsmitgliedern Josef Sachs und Hans Rösch reicht. Es ist ein Netz der Freiwilligkeit, das in der Region vielen Menschen Halt gibt und dafür ein grosses Dankeschön verdient.