Der Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR freut sich über sein 300. Mitglied. Trotz etlicher altersbedingter Abgänge ist der demnächst 90 Jahre alte Verein am Wachsen. Vielfältige Aktivitäten des Vereins und das zunehmende Bedürfnis nach intakter Natur in unserer zementierten Umwelt bringen immer öfter auch jüngere Leute dazu, durch einen Beitritt die Anliegen des Vereins zu unterstützen. Kürzlich, noch bei Hochsommerwetter, durfte Stephan Kaiser dem 300. Vereins-Mitglied, Gisela Lucchesi, im Rahmen einer kleinen Feier einen Natur-Blumenstrauss überreichen. In Anwesenheit des gesamten Vereinsvorstandes wurde auf das neue Mitglied angestossen und das anschliessende Fotoshooting vor dem „Schiefen Eck“, dem Vereinslokal des NVVR, gleich dazu genutzt endlich auch ein Foto des Gesamtvorstandes zu erhalten.

Interessant ist, dass mit Gisela Lucchesi ein Teil Vergangenheit des Vereins wieder auflebt. Ihr Vater, Gustav Kaeser, hatte in den fünfziger und sechziger Jahren den damaligen „Vogelschutzverein“ geprägt. Mit seinen Forschungsarbeiten - er hatte unter anderem als erster wissenschaftliche Studien zu den Spyren durchgeführt - war er nicht nur auf lokaler sondern auch auf kantonaler und sogar eidgenössischer Ebene anerkannt. Für verschiedenste Vogelarten hat er Nistgelegenheiten geschaffen oder angeregt - z.B. bei Renovationen von Kirchtürmen oder der Stadtmauer – welche zum grösseren Teil heute noch genutzt werden. Das Wissen um diese frühe Blüteperiode des Vereins, welches Stephan Kaiser mit viel Geduld aus alten Protokollen herausgelesen hat, wird die heutigen Aktiven zweifellos in ihrem Bestreben verstärken, für Rheinfelden auch in Zukunft einen Rest intakter Natur zu erhalten.

NVVR