Wer hat das schon gewusst? Nicht weniger als ein Drittel aller in der Schweiz vorkommenden Farne können auf Rheinfelder Gemeindegebiet gefunden werden, ein Grossteil davon auf recht engem Raum.

War dies wohl mit ein Grund dafür, dass - trotz Konkurrenz durch die attraktiven Brücken-Sensationen - die Exkursion zum Thema „Farne“ recht grossen Anklang fand? Wohl kaum. In Rheinfelden weiss man mehr über Eichen als über Farne. Man kann aber dazulernen. Der Nord-exponierte Wald im Raum Berg bietet mit seinem Nagelfluh-Untergrund, dem Schatten der Bäume und manchen recht feuchten Stellen offensichtlich ideale Bedingungen für das Wachstum vieler Farne. So konnten die beiden Exkursionsleiter Ursula und Markus Thüer innerhalb Steinwurf-Distanz den Teilnehmern sieben verschiedene Farn-Arten präsentieren. Diese zu unterscheiden war für die Teilnehmer natürlich nicht ganz einfach. Die oft nur geringen Unterschiede verlangen aufmerksames Beobachten und das Wahrnehmen auch kleinster Details wie Fiederchen-Form und Aussehen der Sporen-Päckchen (Sori). Umso grösser aber die Befriedigung, wenn man es erfasst hat.

Für die weiteren Farn-Arten war dann doch etwas mehr Geh-Distanz erforderlich. Schliesslich aber wurden auf einem Rundparcours von knapp vier Kilometern insgesamt 13 der 18 Farn-Arten gefunden, welche für Rheinfelden dokumentiert sind. Wer übrigens nicht so weit gehen mag für ein Farn, der findet ein hübsches, aber sehr kleines in der Altstadt: Die schiefe Mauer an der Bahnhoftrasse beim Hugenfeldschulhaus war bis zur letzten Putzaktion voll von Mauerrauten. Einige wenige haben aber überlebt!

NVVR