Generalversammlung des Vereins Lateintag.ch  am 28. März 2015

In den Räumlichkeiten der PH FHNW des Campus Brugg-Windisch begrüsste die Präsidentin Iris Karahusic zahlreiche Mitglieder des Trägervereins Lateintag.ch sowie die Mitglieder des OK-Lateintags mit ihrem Präsidenten Pius Meyer (Dozent der PH).Sie eröffnete die Versammlung mit einem Brief von Dr. Guiseppe Manno, Professur für Romanische Sprachen der PH FHNW. Insbesondere hob dieser das breite Angebot, die hohe Qualität der Veranstaltung, die enorme Teilnehmerzahl und das positive Echo in der Presse hervor und sicherte dem Lateintag.ch die weitere Unterstützung der PH zu.In ihrem Jahresbericht erwähnte die Präsidentin die Vielfalt des Programms des letzten Schweizerischen Lateintags: Die unterschiedlichen Berührungspunkte des Lateins mit Musik, Recht, Sprach– und Kulturgeschichte, Film, Medizin, Sport, mit Ovids Tipps zum Flirten oder dem Vokabular in „Harry Potter“ trugen zum Erfolg des Lateintags bei. Auch die Jugend bewirkte durch ihre Mitarbeit und zahlreiche Teilnahme die grosse Resonanz dieser Veranstaltung. Ganz besonders positiv wurden sowohl die Theateraufführungen der vier Kantonsschulen aufgenommen als auch die gute Organisation und Vorbereitung durch das OK-Lateintag.Bevor Pius Meyer die Jahresrechnung vortrug, betonte er, dass der Lateintag.ch von Menschen lebe, die sich engagieren; er dankte allen Sponsoren und denen, die mitgeholfen hätten, den Lateintag aufzubauen oder als Referent/in ihren Beitrag zu leisten. Der grosse Erfolg der Veranstaltung sei das Ergebnis einer überaus produktiven Zusammenarbeit von vielen. Die Jahresrechnung, die vorbildlich von Hedi Muntwiler geführt wird, schloss erfreulich ab.Die Wahlen bestätigten den Vorstand des OKs, die Präsidentin des Trägervereins und die Revisoren einstimmig. Zwei Mitglieder, Beat Lehmann und Tanja Brändle, gaben aus Zeitgründen ihren Austritt aus dem OK bekannt. Pius Meyer würdigte ihre grossen Verdienste um den Lateintag; sie durften als symbolischen Dank ein kleines Präsent entgegennehmen.

Als Ausblick wies Iris Karahusic darauf hin, dass der Verein Lateintag.ch zusammen mit der Universität Basel zum Jubiläumsjahr des Humanisten Erasmus von Rotterdam 2016 beitragen werde. Ebenfalls seien die Projekte für den 5. Schweizerischen Lateintag am 5. November 2016 im Campus Brugg-Windisch bereits in Vorbereitung.

Auch Pius Meyer wusste gute Nachrichten aus dem Aargau zu berichten: Obwohl infolge der Umstellung von 6/3 bereits in der Primarschule für Latein geworben werden müsse, seien die Schülerzahlen für Latein beim Übertritt in die Bezirksschule für 2015/16 eher gestiegen.

Dies im Gegensatz zum kürzlich knappen Entscheid der Dozenten der Universität Zürich, die das Latein-Obligatorium für bestimmte Fächer der Philosophischen Fakultät aufheben wollen, - entgegen dem Wunsch der Studenten, wie aus sicherer Quelle zu erfahren war.

Nach Abschluss des offiziellen Teils der Versammlung begaben sich die Vereinsmitglieder ins Römer-Museum Brugg und liessen sich unter Führung des Museumsleiters René Hänggi die höchst interessante und empfehlenswerte Sonder-Ausstellung  „Röstigräben – Was die Schweiz zusammenhält“ nahebringen. Mit Erkenntnissen bereichert und zu Diskussionen angeregt, wurde die GV Lateintag.ch mit einem feinen Apéro im Campus beschlossen.

Ursula Beerbohm