Ein Sieger hat diese Partie nicht verdient. Gegen den Grasshopper-Nachwuchs mit der in der Gruppe 2 erfolgreichsten Offensivabteilung mit 55 Treffern waren die Solothurner bedacht, keinen Verlusttreffer einstecken zu müssen. Dies gelang dem Finalisten dank einer erneut soliden Defensivarbeit. „Wir haben in erster Linie hinten auf eine Null gespielt“, bestätigt Solothurn- Trainer  Dariusz „Darek“ Skrzypczak.

Veronicas Ausfall

Aus dieser vorsichtigen Strategie strebten die Ambassadoren trotzdem eine frühe Führung an. Obwohl wegen den Absenzen von Top-Skorer Chatton (Fussverletzung) und Stossstürmer Stauffer (Gelbsperre) der Angriff umformiert werden musste, konnte mit den ganz nach vorne beorderten Veronica und Arifi der notwendige Druck aufgebaut werden.

Zwei Eckbälle (1. und 6.) sowie dazwischen ein Müller-Heber (6.) auf Goalie Pinthus in den ersten sechs Minuten unterstrichen diese Taktik. Nachdem GCs Samardzic nach einer Viertelstunde nur die Latte traf, verletzte sich Veronica zwei Minuten später.

„Ich kam gegen zwei GC-Spieler durch, blieb ohne gegnerische Einwirkung hängen und hörte es im Knie knacken, schloss aber trotzdem ab, leider erfolglos“, beschreibt Pechvogel Massimo Veronica diese entscheidende Szene.

In der 22. Minute musste der 23-Jährige Bisevac Platz machen. „Leider fiel Veronica verletzt aus, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir zwei, drei Torchancen und wir mussten umstellen“, erläutert Skrzypczak.

Weitere Möglichkeiten blieben vorerst nicht aus. Schrittwieser verzog vor dem gegnerischen Tor nach rechts (26.), Müllers abgelenkter Schuss konnte Pinthus halten (27.), Schrittwieser sah seinen Kopfball auf Arifis Freistoss ebenso gefangen (30.) und der einheimische Schlussmann faustete einen Schrittwieser-Schuss seitlich weg (40.).

GCs Schlusseffort erfolglos

Die jungen Zürcher konnten sich nicht durchsetzen. Sie fanden die Lücke in der kompakt und kontrolliert agierenden Gästeabwehr nicht. Hochstehende Aktionen gehörten in diesem mehrheitlich sich im Mittelfeld abspielenden Geplänkel  nicht zum Repertoire. In den letzten zwanzig Spielminuten wurden die Platzherren aktiver.

Sie suchten engagierter den Siegtreffer. Den Gastgebern fehlten jedoch Präzision und Zusammenhang. „GC hat ziemlich lange gewartet und dabei gesehen, dass etwas möglich ist“, erklärt Skrzypczak diese schwierige Phase.

Für sein Team hat sich der Pole mehr Raum erhofft. „Dies ist nicht eingetreten; vielmehr mussten wir schauen, dass der Gegner kein Tor macht“, so Skrzypczak in seiner Analyse. Das torlose Unentschieden ist gesamthaft ein gerechtes Resultat.