von Philipp Ernst

Bereits zum dritten Mal innert kürzester Zeit standen sich der VBC Gelterkinden und der BTV Aarau gegenüber. Nachdem die Basler die Playoffs gewannen und die Aargauer die Cuppartie, kam es nun zum ersten Direktduell in der Meisterschaft.

Die Eagles aus Aarau nahmen das erste Auswärtsspiel der Saison zwar von der Aufstellung her fast unverändert, von der Einstellung her aber stark geschwächt in Angriff. Denn was in den bisherigen Spielen sehr einfach aussah, gelang zu Beginn auf der anderen Seite des Juras überhaupt nicht. Passeur Künzel suchte sich die Annahmen seiner Kollegen im ganzen Feld zusammen und dazu noch das Timing mit seinen Mitteangreifern. Die verschenkten Punkte sammelten sich Schritt für Schritt auf dem Konto des Heimteams an und spätestens bei 13:9 und später 18:10 war der erste Verlust des Startsatzes der Aarauer absehbar. Obwohl die Gäste noch einmal alles gaben und sich ein weniger steigerten, ging der erste Satz mit 25: 19 an „Gelti“.

Wer dachte, dass die „Eagles“ damit aufgeweckt wurden, der irrte sich. Sofern der Aarauer Block einmal vorhanden war, wurde er von den Gelterkinder souverän zu einem Block-Out angeschlagen und die Annahmen fanden ihr Ziel erneut auch nicht zuverlässig. Gelterkinden, welches gegenüber dem Cupspiel oftmals erfolgreich über die Mitte angriff, konnte so ohne sonst restlos zu überzeugen ab Satzmitte erneut davonziehen und gewann auch den zweiten Satz mit 25:20.

Doch nun endlich, waren die Aarauer im Norden angekommen. Passeur Künzel erhielt nun endlich formbare Annahmen und die Aussenangreifer konnten endlich den Block des Heimteams überwinden. Mit einer Punkteserie von fünf Punkte erarbeiteten sich die Eagles die erste deutliche Führung. Mit dieser im Rücken starteten sie ihre Maschinen vollständig. Die langen Ballwechsel gingen vermehrt zu Gunsten der Aarauer aus und das Selbstvertrauen wechselte die Netzseite. Damit gelang Aarau der Satzgewinn mit 25:19.

Wer schon von Anfang an in der Halle war, traute seinen Augen kaum. Und wer zu Beginn des dritten Satzes dazustiess, der fühlte sich wie in jedem Aarauer Spiel in dieser Saison. Die Services waren nun druckvoller und führten oft zu einfachen Punkten. Die Annahme war präziser und zuverlässiger und das Spiel der Gäste variabler. Ein früher Vorsprung wurde konstant bis zum Satzende konserviert und mit dem 25:21 glichen die Aaraguer die Partie aus. 

Nach den zwei erfolgreichen Aarauer Sätzen waren nun auch die beiden Mittespieler Lukaszcyk und Murri definitiv im Spiel angekommen. Sie glänzten abwechslungsweise mit durchschlagskräftigen Angriffen und starken Blocks. Aarau schien das Momentum nutzen zu können und ging mit bis zu drei Punkten in Vorsprung. Doch die Gastgeber blieben bis zum Schluss hartnäckig. So endete das packende und zu guter Letzt hochklassige Spiel erst, als Furrer den Matchball nach 99 Minuten zum 15:13 ins Feld schlug.

Damit bewahren die Eagles die Ungeschlagenheit, müssen aber zum ersten Mal ohne die Maximalpunktzahl auskommen. Weiter geht es am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen den Malters.

VBC Gelterkinden - BTV Aarau 2:3 (25:19 25:20 19:25 21:25 13:15)