Wozu dient ein Amphibienzaun eigentlich? Ist es denn nötig, dass die Kröten und Frösche von Hand eingesammelt und in ein nahes Laichgewässer gebracht werden? Solche Fragen haben Sie sich sicherlich auch schon gestellt.

Die Freiwilligen folgten der Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Unterentfelden nicht, weil sie gerade keine bessere Arbeit zu Hause hatten, sondern weil sie den Sinn im Instandstellen des Amphibienzaunes sehen. Obwohl dieser Zaun schon ca. 25 Jahre steht, zieht es die Amphibien immer noch aus dem Wald in Gewässer im Baugebiet, um ihr Laichgeschäft zu erledigen. Bei dieser Wanderung müssen sie Wege und Strassen überqueren, die oftmals ihren Tod bedeuten können. Der Zaun hingegen verhindert die Wanderung über die gefährlichen Hindernisse und lenkt die Kröten, Frösche und Molche zu den Fangkübeln, die in periodischen Abständen in die Erde eingelassen sind. Schüler des Landenhofs sowie Freiwillige sind für das Einsammeln der Amphibien besorgt. Wer diese spannende Arbeit auch mal selber übers Wochenende erleben möchte, kann sich an Ueli Mosimann wenden (062 723 02 57). Vor allem für Familien mit Kindern ist diese Arbeit ein prägendes Erlebnis.

Der Amphibienzug hat bis jetzt noch nicht eingesetzt. Sobald die Temperaturen aber über ca. 4°C steigen, suchen diese wechselwarmen Tiere bei beginnender Dämmerung an regnerischen Abenden „ihr“ damaliges Laichgewässer auf. Zuerst kommen die Männchen, 2 bis 3 Tage später folgen ihnen auch die Weibchen. Normalerweise dauert dieses Ereignis von Mitte Februar bis Ende April, je nach Jahresverlauf.