Das Wasserschloss knacken, die Cloaca Maxima durchschreiten und dann noch einen römischen Knoblauchfrischkäse zubereiten – den Mitarbeitenden des Aargauer Roten Kreuzes wird am Jubiläums-Mitarbeiteranlass einiges abverlangt.

 Brugg.- „Herzliche Gratulation, so schnell wie ihr hat den Fuchs noch kaum jemand gejagt“, beglückwünscht uns die nette Dame im Kloster Königsfelden. Dabei war die Jagd alles andere als einfach. Nur schon die Wetterbedingungen waren höchst beschwerlich. Bei Nieselregen und 6 Grad starteten die 45 Mitarbeitenden des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton Aargau vergangenen Freitag am Bahnhof Brugg zum Foxtrail – eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der es gilt den grünen Spuren des Fuchses zu folgen.

Von Mördern und Mörsern

Unterwegs in und um Brugg folgen die sieben Teams den kniffligen Hinweisen, die der Fuchs hinterlassen hat: sie knacken das Wasserschloss, entlocken einem römischen Sklaven sein Geheimnis und entlarven einen Mörder. Zur Belohnung erwartet die erfolgreichen Jägerinnen und Jäger danach ein Apéro in der Aula des Legionärspfades. In historisches Tuch gewandet gratuliert dort Geschäftsführerin Regula Kiechle den Teams des SRK Kanton Aargau zum 125-jährigen Geburtstag und wünscht gutes Gelingen bei den anstehenden Jubiläumsanlässen.

Während die Einen danach weiter Wärme tanken, wagen sich die Andern mit einem Audioguide in die Untiefen der Cloaca Maxima, dem Abwassersystem der Römer. An den dortigen Überresten könne man ablesen, was die Römer früher auf den Tellern hatten, lernen die Hörerinnen und Hörer. Das wollen die SRKler dann aber genau wissen, und so bereiten sie daraufhin unter fachkundiger Anleitung von Legionär Flavius ein römisches Dreigangmenü zu. Mit Hacken, Mörsern, Backen und Braten wird die Kälte aus der unbeheizten Römerwerkstatt vertrieben. Beim Verspeisen heizt der selbstkreierte Knoblauchfrischkäse ordentlich ein. Sollte in den nächsten 125 Jahren mal der Strom ausgehen, beim SRK Kanton Aargau würde man nicht verhungern.