Den Grundstein zum Playoff-Halbfinalsieg legte das Team bereits im Hinspiel in La Chaux-de-Fonds. Wie bereits in den letzten Runden war erneut auf die Frauen Verlass: Lea Müller und Evgeniya Kosetskaya gewannen gegen die favorisierten Frauenvon La Chaux-de-Fonds das Damendoppel, Evgeniya Kosetskaya das Einzel und Lea Müller mit Nikita Khakimov das Mixed.

Nach ihren überzeugenden Auftritten in den letzten Begegnungen war dies schon fast keine Überraschung mehr, eher die Deutlichkeit, mit der alle drei Spiele in 2 Sätzen gewonnen wurden – im letzten Heimspiel der Rückrunde gegen dieselben Gegnerinnen gingen beide Frauenspiele noch über drei Sätze und das Einzel wurde erst im 3. Satz in der Verlängerung entschieden.

Ein echter Krimi

Das erste Männerdoppel entwickelte sich im ersten Satz zu einem echten Krimi: immer wieder wechselte der Vorteil und zum Schluss konnten Tobias Künzi und Nikita Khakimov den ersten Satz in der Verlängerung mit 27:25 für das Team Argovia entscheiden. Damit war die Gegenwehr der Westschweizer gebrochen und der 2. Satz ging klar ebenfalls an die Aargauer.

Ein deutliche Sache war das dritte Männereinzel, das Joel König klar für sich entscheiden konnte. Aber das Team wollte noch mehr und obwohl Tobias Künzi den 1. Satz im 2. Männereinzel abgeben musste, verbuchte er nach über einer Stunde Spielzeit («leicht erschöpft») den 6. Sieg für das Team.

Es fehlten «nur» noch drei Siege

Mit dem 6:2-Polster und damit einer optimalen Ausgangslage stieg das Team Argovia vor grosser Kulisse in der Sporthalle Brühl in Gebenstorf in die entscheidende Begegnung ein. Und um den Einzug in den Final perfekt zu machen, fehlten noch drei Siege.

Den ersten holten gleich im ersten Spiel des Tages Tobias Künzi und Nikita Khakimov. Sie gewannen erneut das 1. Männerdoppel – dieses Mal in zwei klaren Sätzen.

Keine grosse Überraschung gab es im Frauendoppel, bei dem die Gegner verletzungsbedingt auf ihre stärkste Spielerin verzichten mussten. Lea Müller und Evgeniya Kosetskaya liessen sich nicht zweimal bitten und machten den zweiten Sieg perfekt.

Da parallel Joel König auch den 1. Satz im 3. Männereinzel gewonnen hatte, deutete alles auf einen raschen Durchmarsch hin. Im 2. und 3. Satz konnte sein Gegner jedoch das Tempo erhöhen und im Spiel von Joel König schlichen sich vermehrt unnötige Fehler ein.

Im richtigen Augenblick wieder topfit

Somit wurde es noch einmal spannend und es lag an Pedro Martins und Tobias Künzi im 1. bzw. 2. Männereinzel den entscheidenden Sieg zu holen. Und dieses zogen dann gleich beide durch: Pedro Martins zeigte zur Freude der Zuschauer, dass er (als «Oldie“») immer noch mit den besten Spielern in Europa mithalten kann, er liess der Nr. 1 von La Chaux-de-Fonds bei den Männern beim klaren 2-Satz-Sieg keine Chance.

Im Parallelspiel kämpfte Tobias Künzi nach verlorenem 1. Satz erneut seinen Gegner konditionell nieder und gewann verdient den 2. und 3. Satz. Somit stand es in der Summe 10:4 für das Team Argovia und die beiden noch verbliebenen Partien wurden nicht mehr ausgespielt, da La Chaux-de-Fonds auch mit Siegen in den restlichen Partien das Team Argovia nicht mehr einholen konnte.

Motiviert für den Final.

Motiviert für den Final.

Somit steht das Team Argovia zum dritten Mal im Playoff-Final. 2013 und 2017 konnte es jeweils den Titel gewinnen. Somit ist das klare Ziel der dritte Titelgewinn. Der Gegner ist der BC Uzwil, gegen den das Team Argovia im letzten Jahr noch das Playoff-Halbfinale verloren hat. Das entscheidende Rückspiel findet zu Hause (Sporthalle Brühl, Gebenstorf) am 24. März statt. Haltet Euch den Termin frei.