Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

Das Grosse Mausohr liebt es warm und trocken

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Der Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden lud zu einer Familienexkursion ein und die Familien kamen: Über sechzig Personen, darunter mehr als die Hälfte Kinder, wollten die Fledermäuse sehen. 

Josef Betschmann, der Betreuer der Fledermauskolonie von Veltheim, kann aus dem Vollen schöpfen, wenn er von „seinen“ Grossen Mausohren erzählt. Logisch, er betreut die über 1000 Tiere zählende Kolonie im Turm der reformierten Kirche von Veltheim auch schon bereits seit dreissig Jahren. Mit einer Spannweite von 40 Zentimetern und einem Körpergewicht von nur gerade 35 Gramm gehören die Grossen Mausohren zu den grössten einheimischen Fledermausarten. In der sogenannten Wochenstube, also dem Kirchturm, leben nur die weiblichen Tiere mit ihren Jungen. Die Männchen sind Einzelgänger. Diese paaren sich im Herbst mit den Weibchen, die im Juni oder Juli freihängend ein einziges Junges zur Welt bringen. Interessant ist, dass die Nahrung der Grossen Mausohren keineswegs nur Fluginsekten sind, sondern auch am Boden lebende Käfer. 

Vor der Dämmerung brachte Lukas Kammermann, Vorstandsmitglied des Vereins, den vielen Kindern auf spielerische Weise die Fledermäuse näher. Gekonnt hielt er die Kinder trotz einsetzendem Regen bei Laune.

Endlich war es soweit: So gegen 22 Uhr warteten alle Exkursionsteilnehmenden vor dem Kirchturm und beobachteten die beiden Nischen, aus denen die Fledermäuse normalerweise zu Hunderten ausfliegen. Leicht enttäuscht, aber doch zufrieden ob der vielen Informationen, musste schliesslich der Rückweg angetreten werden, ohne eine Fledermaus gesehen zu haben. Das Wetter war einfach zu kalt und zu nass. Gut vorstellbar, dass der eine oder die andere später nochmals nach Veltheim gehen wird, um diesem Spektakel doch noch beizuwohnen.

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