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Das beste Spiel der Saison - Baden revanchiert sich gegen Stäfa

Städtli 1 revanchiert sich bei Stäfa für die Niederlage im Hinspiel.

Beim Auswärtsspiel in Stäfa zeigt Städtli 1 phasenweise die beste Leistung der Saison und wird dafür mit dem vierten Sieg in Folge belohnt. Wegen Patzern in der zweiten Halbzeit wurde es aber noch einmal knapp gegen Ende.

Bei Traumwetter reiste Städtli 1 mit gemischten Gefühlen in die Halle des Mit-Aufstiegsfavoriten hoch über dem Zürichsee. Zum einen war da Hinspiel, wo Phil Seitle die Badener fast im Alleingang besiegte, zum anderen musste man verletzungsbedingt auf Malvin Patzack verzichten.

Beides spielte am Samstag aber keine entscheidende Rolle: Seitle kam nie richtig ins Spiel, setzt sich lediglich bei Penalties in Szene, und die jungen Wilden von Björn Navarin kompensierten Malvin Patzacks Ausfall grandios – zumindest während drei Vierteln des Spiels.

Die erste Halbzeit war das Allerbeste, was die mitgereisten Fans in dieser Saison zu sehen bekamen. Solide Deckungsarbeit, ein ausgezeichnet disponierter Marco Wyss im Tor, schnelle Spielzüge, erfolgreiche Abschlüsse oft auch in Unterzahl, kaum technische Fehler – zur Halbzeit (11:17) zeichnete sich gar ein Kantersieg ab!

Pausenzeit mit Patzern

Ganz so einfach lief es dann aber doch nicht. Nach 40 Minuten schlichen sich erneut Fehler ein, die das Badener Spiel komplett auf den Kopf stellten.Man wurde das Gefühl nicht los, dass man sich zu diesem Zeitpunkt zu sicher war, oder war es sogar Überheblichkeit?

Verschossene Siebenmeter, ausgelassene «Hundertprozentige», technische Fehler, Patzer in der Verteidigungsarbeit führten dazu, dass Stäfa Tor um Tor herankam und nach 50 Minuten erstmals mit einem Tor in Führung lag… 

Und plötzlich, weshalb auch immer, konnte Städtli das Spiel doch noch entscheidend zu seinen Gunsten drehen und lag kurz vor Schluss wieder mit drei Treffern in Führung. Die Erleichterung beim zahlreichen, mitgereisten Anhang war förmlich spürbar, da spielte auch der letzte Gegentreffer mittels Penalty in der Schlusssekunde keine Rolle mehr.

25:27 – Revanche gelungen, Siegesserie fortgesetzt! Fazit: Die Mannschaft hat über weite Strecken mit attraktivem Handball das Potenzial umgesetzt, das in ihr steckt. Wenn es gelingt, die unerklärlichen «Pausenzeiten» auf dem Spielfeld in den Griff zu bekommen darf man sich auf die nächste Saison 19/20 freuen.

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