Eigentlich hätte Oberentfelden-Amsteg das Halbfinalspiel gegen Diepoldsau nicht gewinnen dürfen. Die Ostschweizerinnen hatten alle Vorteile auf ihrer Seite. Zwei Mal konnten sie in den Sätzen vorlegen und auch im entscheidenden fünften Durchgang zogen sie scheinbar vorentscheidend auf 10:7 davon und hatten drei Matchbälle in Folge.

Doch irgendwie haben sich die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg immer wieder zurückgekämpft. Dank fünf Punkten in Folge zum Abschluss der Partie konnten sie das Halbfinalduell gegen Diepoldsau doch noch gewinnen und sich damit für die Niederlage in der letzten Runde der Qualifikation revanchieren.

«Die Erleichterung nach diesem Sieg war riesig. Wir waren überglücklich, dass wir dieses Spiel nach abgewehrten Matchbällen noch gewinnen konnten», freute sich Captain Sabrina Siegenthaler. «Es war ein Auf und Ab während des gesamten Spiels. Am Ende haben unsere Kämpferqualitäten und die grössere Erfahrung den Ausschlag gegeben.» Obwohl Oberentfelden-Amsteg im Halbfinal insgesamt sechs Punkte weniger gewonnen hat als Diepoldsau, konnten sie sich für das Finalspiel qualifizieren.

Haarscharf zurückgekämpft

Und dort trafen die Oberentfelderinnen einmal mehr auf die Erzrivalinnen aus Jona.  Auch die Jonerinnen hatten im Halbfinal zu kämpfen und gewannen gegen Embrach lediglich mit 3:2. Die Frage war daher, welches der beiden Teams sich im Spiel um die Goldmedaille noch einmal steigern konnte. Die Anfangsphase des Finalspiels war ausgeglichen.

Bis zum 7:7 konnte sich kein Team absetzen. Doch ausgerechnet in dieser entscheidenden Phase des ersten Satzes schlichen sich bei den Oberentfelderinnen ein paar Eigenfehler ein, was Jona zum Gewinn des ersten Satz ausnutzen konnte.

Dieser Satzgewinn schien Jona zu beflügeln. Im zweiten Durchgang spielten sie gross auf und Angreiferin Celina Traxler konnte immer wieder mit sauber geschlagenen kurzen Bällen punkten. Die Konsequenz: Der zweite Satz ging mit 11:3 sehr deutlich an Jona. Doch so leicht liess sich Oberentfelden-Amsteg dann doch nicht abspeisen. Sie kämpften sich in die Partie zurück, gewannen Satz drei mit 11:9 und legten auch im vierten Satz mit 3:0 vor.

Zufrieden mit Silber

Doch am Ende fehlte die Konstanz, um Jona vom neuerlichen Titelgewinn abhalten zu können. Die Titelverteidigerinnen spielten zum Ende ihre Klasse noch einmal aus und konnten dank einer Tempoverschärfung in Satz vier das Match für sich entscheiden. «Wir waren schlicht nicht konstant genug. Im Halbfinal konnten wir den Kopf trotzdem gerade noch aus der Schlinge ziehen, im Final hats dann aber nicht mehr gereicht», so Sabrina Siegenthaler. «Dennoch sind wir mit der Silbermedaille absolut zufrieden.»