Nationalrätin und Ständeratskandidatin Ruth Humbel, zu Gast an der Generalversammlung

Die CVP Niederwil-Nesselnbach hielt im Reusspark ihre Jahresmitgliederversammlung ab, an welcher rund 30 Personen teilnahmen. Der Präsident, Markus Küng, führte speditiv durch die ordentlichen Traktanden. Jahresrechnung, Jahresbericht, Jahresprogramm sowie Budget und Mitgliederbeitrag wurden diskussionslos genehmigt. Als Zwischenjahr zwischen den kommunalen und den nationalen Wahlen verlief das vergangene Jahr für die Partei relativ ruhig. Dieses Jahr will sie sich nebst den Gemeindegeschäften auch dem Wahlkampf für die Nationalrats- und Ständeratswahlen widmen und die Kandidaten der CVP soweit als möglich unterstützen. Im Rahmen des traditionellen Herbstanlasses ist Ende September eine Besichtigung der Tankanlage in Mellingen geplant. Der Ende Jahr zurückgetretene Schulpflegepräsident Christian Hoffmann, der von der CVP portiert worden war, wurde für seine langjährige und verdienstvolle Behördentätigkeit geehrt und mit einem kleinen Präsent verabschiedet.

Höhepunkt der Versammlung, im Anschluss an die ordentlichen Geschäfte, war das Referat von Nationalrätin und Ständeratskandidatin Ruth Humbel zum Themenkreis Altersvorsorge, Gesundheitswesen und Ausländerpolitik. Die Referentin zeigte verständlich die Brennpunkte dieser Themen auf. Bei der Altersvorsorge sind die steigende Lebenserwartung, die alternde Bevölkerung und die tiefen Zinsen die grossen Herausforderungen. Ohne Gegenmassnahmen ist die Kasse der AHV noch vor dem Jahr 2030 leer. Kamen bei der Schaffung der AHV im Jahre 1948 noch 6.5 Beitragszahler auf einen Rentner, waren es 2013 noch 3.3 und im Jahre 2035 werden es noch 2.2 sein. Bei den Pensionskassen sind das Hauptproblem die gegenwärtigen tiefen Zinsen. Mögliche Lösungen sind bei der AHV die Heraufsetzung des Rentenalters, vorab für die Frauen auf 65, verbunden mit der Flexibilisierung des Rentenalters und der Einschuss von Mehrwertsteuer-Prozenten sowie bei den Pensionskassen die Senkung des Umwandlungssatzes. In der Ausländerfrage stellen das Asylwesen, die Umsetzung der Massenzuwanderungsinitiative, die Durchsetzungsinitiative zur Ausschaffungsinitiative und die Forderung der SVP für Landesrecht vor Völkerrecht die grossen Herausforderungen dar. Vor allem die Umsetzung der Massenzuwanderung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der bilateralen Verträge ist sozusagen mit der Quadratur des Kreises vergleichbar. Auch das Gesundheitswesen hat mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese liegen vor allem bei den steigenden Gesundheitskosten und beim Fachkräftemangel. Jedes dieser Themen stellt für sich eine riesige Baustelle dar und die Probleme sind, wie die Referentin klar und deutlich darlegte, nur lösbar, wenn sich die Parteien zu Kompromissen durchringen können. Ruth Humbel hat mit ihrem Referat bewiesen, dass sie die Themen durch und durch kennt und auch eine klare Meinung dazu vertritt.

Alois Riner