Wegen des sehr grossen Flüchtlingsansturmes im vergangenen Herbst hat der kantonale Sozialdienst des Kantons Aargau im Oktober 2015 den GOPS Muri als Asylunterkunft in Betrieb genommen.

Am 19. Januar 2016 hat der Vorstand der CVP Ortspartei die Asylunterkunft im GOPS Muri besucht. Das Ziel war es, sich vor Ort ein Bild zu machen über den Betrieb der Unterkunft.

Herr Vescovi, zuständiger Verantwortlicher der ORS AG, welche im Auftrag des Kantons Aargau die Asylunterkunft in Muri betreut, zeigte uns fundiert auf, wie ein solcher Betrieb funktioniert. Die ORS AG betreut schweizweit rund 5'000 Asylsuchende und hat dementsprechend eine sehr grosse Erfahrung.

In der Asylunterkunft werden zurzeit bis maximal 180 Asylsuchende betreut. Mit dem Betrag von Fr. 10.- pro Tag müssen sich die Bewohner u.a. auch das Essen kaufen, welches sie selber kochen. Die Unterkunft zeigte sich in einem sauberen Zustand, da einige Asylsuchende auch für die Reinigung zuständig sind.

Die in der Bevölkerung immer wieder aufkommende Frage wegen dem Handybesitz konnte uns der Leiter wie folgt aufklären. Rund 90% der Asylsuchenden kommen schon mit einem Handy in die Schweiz, da auf der Flüchtlingsroute eine Ortung immer wichtig sei, neben der Kommunikation mit Angehörigen im Heimatland. In jeder Asylunterkunft gibt es Wifi Empfang. Der Wifi-Empfang wurde auf Anordnung der Polizei installiert. Die Asylsuchenden erhalten keine Gratis-Handys.

Durch die Rundumbetreuung von dauernd 4 Personen seitens der ORS AG kam es bisher zu keinen nennenswerten grösseren Problemen.

Sehr erfreut nahm der Vorstand der CVP seitens der ORS AG entgegen, dass es an keinem Standort so viele Freiwillige gibt, welche mit den Asylsuchenden etwas unternehmen. Sei dies Fussballspielen, Deutschkurse, Ausmärsche, etc. Diesbezüglich dankt die CVP Muri allen Freiwilligen für Ihr Engagement und Ihre Initiative. Ohne sie würde der Betrieb sicher nicht so gut funktionieren. Es ist zu hoffen, dass die Asylsuchenden diese Unterstützung und diesen Goodwill nicht missbrauchen.

Die CVP-Ortspartei hofft, dass die Asylgesuche möglichst schnell behandelt werden, damit für die Asylsuchenden feststeht, ob sie in der Schweiz bleiben können oder nicht. Weiter hofft die CVP, dass die Flüchtlingsströme Richtung Westeuropa markant zurückgehen werden, damit der GOPS Muri baldmöglichst wieder geschlossen werden kann.