Es schien einfach, bei diesem Sommer einen Schönwettertag zu tüpfen. Der 8. September wollte keiner sein. Der trübe Sonntagmorgen drückte auch nicht auf die Stimmung, als Ida Gut, tropfnass von ihrer Velofahrt bis zum Einsteigeort Husmatt Dättwil, als eine der 33 Chörler in den Twerenbold-Bus zustieg. Punkt 7.59 nahm Chauffeur Hanspeter Menzi die Fahrt ins Appenzellerland unter die Räder. In die extra einberechnete WC-Pause in Forrenberg traute sich niemand, umso früher erreichten wir die Region Hirschberg. Die einen starteten bei leichtem Regen zum fröhlichen Wandern und erlebten irisch anmutende Hügel in allen Grüntönen samt Rote-Bänkli-Farbtupfer. Die anderen liessen sich zum wunderschönen, 2019 frisch renovierten Berggasthaus Hoher Hirschberg hochfahren und genossen als erste den von Martin Wetter offerierten Apéro. Die berühmte Alpstein-Kulisse war zwar weg - dafür Roland Oggier mit Partnerin Verena hergezaubert. Das vor sechs Jahren nach Appenzell ausgewanderte Passivmitglied sorgte einmal mehr für eine lustige Überraschung. Auf die feine Südwurst mit Käsemakronen und Apfelmus oder den Käse-Zwiebelfladen mit gemischtem Salat folgte der delikate Schlorzi-Fladen mit Vanilleglace. Zurück zu Fuss oder per Car bis zum Parkplatz zog Reiseorganisatorin und Vorstandsmitglied Sabina Merkli schon bald einen weiteren Trumpf aus der Tasche. Im Restaurant Waldrose in Rossrüti/Wil SG begrüsste uns das von der Pinte bekannte Wirtepaar Karin und Hans Peter Mueller-Mäder zu Kaffee und ofenfrischem Marmorgugelhopf. Um ein Haar schaute die Sonne durch die Wolken und Sabina konnte uns versichern, dass die Aussicht in die Berge auch von hier phänomenal wäre. Gesprächig und zufrieden heimwärts ging es durch reizvolle Dörfer, über Frauenfeld, Andelfingen und Kaiserstuhl zur Husmatt Dättwil. Vielen Dank, liebe Sabina Merkli und Ruth Rey, für die Idee und Gestaltung dieser gelungenen Chorreise!