Männerturnverein

Bosmeler MTV-Ausflug versus Kantonaler Wandertag

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Bosmeler MTV-Ausflug versus Kantonaler Wandertag

«Stärken Sie sich mit einem feinen «Buure Zmorge» auf dem Festplatz in Bözen und entdecken Sie danach den regionalen Naturpark» -

hiess es in der Einladung zum Kantonalen Wandertag von Aargau Tourismus. Ebenso vielversprechend auch die bebilderte Einladung zum Ausflug ins Glarnerland des Männerturnverein Boswil, für dasselbe Wochenende – ein schwieriger Entscheid, nicht für die Freaks der Männerturner-Liga.

 Der Kurzbeschrieb von Reiseleiter Andi vermochte zu überzeugen. In Wanderausrüstung, mit Sack und Pack - denn «kein Transport des Gepäcks» stand in der Einladung - standen sie bereit: 16 Männerturner für den Ausflug ins Glarnerland. Jedoch keine Turnerreise ohne «Swisslos», als Belohnung für denjenigen, der die kniffligen Fragen des Reiseleiters beantworten konnte. Thematischer Schwerpunkt war dieses Jahr das Eidgenössische Schwingfest – aber wer weiss schon wie der Muni für den Sieger hiess oder kennt den Durchmesser des Sägemehl-Ringes oder kann erklären wie die Schwinger-Königin erkürt wird? Aber Spass hat’s gemacht!

Traditionsgemäss schon nach kurzer Fahrt ein erster Halt: Brunch in einem Bäsäbeizli, „z’Ebertswil ob Sihlbrugg“ - wie der Beizer unsere geografischen Kenntnisse aufdatierte. Nach üppigem Zmorge Weiterfahrt Richtung Glarnerland. Aber schon bei der Ausfahrt Rapperswil ein nächster Programmpunkt: Im Hafen von Rappi wartete der «Lütz-Shuttle» mit welchem wir auf die Insel Lützelau tuckerten (neben der Ufenau die kleinere der Zürichseeinseln). Bei einem Apéro wurden weltpolitische Themen, regionale Probleme und andere heikle Sachfragen in friedlicher Runde diskutiert.

Unser Ziel hiess immer noch «Glarnerland», so dass vom Reiseleiter zur Weiterfahrt animiert wurde – nach Schwanden, dann ins Sernftal bis Elm. In Gruppen zu viert entschwebte man dann mit den «Sportbahnen Elm» auf rund 1’500m. Ab «Ämpächli» kamen dann im wahrsten Sinne des Wortes die Wanderschuhe zum Tragen. Mit einem kleinen Hunger marschierte man Richtung «Schweizer Familie»-Feuerstelle. Als langjähriger MTV-Wanderer weiss man, dass Andi’s Marschzeit-Angaben sehr rudimentär geschätzt werden. Man tut gut daran, diese Zeiten mit 3 zu multiplizieren.

Nach der neu errechneten Wanderzeit erreichte man die Feuerstelle. Diese wurde aktiviert, nachdem die schweissnassen T-Shirts zum Trocknen aufgehängt und die weissen Männerbäuche mit Schutzfaktor 30 behandelt waren.

Die Wartezeit wurde mit einer Zielwurf-Wettkampfeinlage überbrückt – auf den Gewinner wartete natürlich wieder ein Swisslos. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und der Hitze von Sonne und Lagerfeuer verzichtete man auf längeres Verweilen und startete zur letzten Etappe mit Ziel «Skihütte Obererbs».

 Trotz voller Belegung der Hütte, fanden alle ihr Lieblingsplätzchen in den 10er Lagern – sei es unten oder oben, am Fenster oder gleich neben der Türe.

«18 Uhr Nachtessen, 7 Uhr Frühstück und möglichst wenig warmes Wasser brauchen», informierte Sabina, die Hüttenwartin. Man hatte also noch Zeit die letzten Sonnenstrahlen zu geniessen, über die Entstehung des «Martinsloch» zu rätseln oder man gruppierte sich zu einer erste Jassrunde.

 Pünktlich wurde zu Tische gerufen. Suppe, Spaghetti und Salat, sowie eine mit Früchten garnierte Vanillecreme zum Nachtisch wurden serviert. Anschliessend wurde der Jass-Wettkampf fortgesetzt oder man staunte ob den Zauberkünsten unseres Reiseleiters – neu und nicht nachvollziehbar war der Auftritt «Nagel in der Nase». Da man die Hüttenwartin nicht für einen späteren Frühstückstermin erweichen konnte, verabschiedeten sich bald einmal die ersten zum Schlafen und kaum zu glauben: kurz nach 22 Uhr verschwanden auch die letzten Männerturner in ihrem Lager.

Mehr oder weniger ausgeschlafen, denn nicht alle konnten sich mit den Geräuschen im «Mehrbettzimmer» abfinden, traf man sich zu Züpfe, Chäs und Kaffee. Dank der militärisch-frühen Tagwache und des zeitigen Abmarsches hatte man Zeit und gönnte sich auch noch im «Berggasthaus Bischofalp» ein ordentliches Kaffee. Mit Koffein gedopt marschierte es sich locker und bald erreichte man die Station «Ampächli».

Eine Fahrt mit dem Monsterroller ist Adrenalin pur!

verspricht der Prospekt für eine Talfahrt mit dem Trottinett. So wurde unsere Downhill-Fahrt zu einem Fahrspass wie zu Jugendzeiten. Doch schon wartete ein nächstes Highlight: «Erlebnis Schiefer», eine Führung mit Erläuterungen zum Abbau von Schiefer, zum Bergsturz von 1881, sowie Film und Demonstration an Original-Anlagen. Neben der körperlichen Ertüchtigung auch noch Kulturelles mit bleibender Erinnerung. Ob diesen Anstrengungen machten sich auch die einfachen Bedürfnisse wieder bemerkbar. Auch auf dies war der Reiseleiter vorbereitet. Er wusste von der Chilbi in Enneda, wo sicher auch Kulinarisches geboten wird. Im Zelt der mitorganisierenden Glarner-Männerturner genossen wir ein Raclette mit allem was dazugehört. Gesättigt im Bauch aber mit vielen Eindrücken im Kopf, fuhr man zurück ins Freiamt wo die ersten Regentropfen die Wettervorhersage bestätigten.

Wir danken dem Reiseleiter Andi für Organisation und das sichere Chauffieren aber auch Willi, welcher mit einem weiteren Fahrzeug den Transport ergänzte.

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