Schützengesellschaft

Bezirk Muri als grosses Vorbild

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Schützenprominenz besuchte Schiessplätze in Bünzen und Muri

Es gehört zur Tradition, dass Vertreter aus Verbänden, Politik und Militär dem Feldschiessen einen Besuch abstatten. Dieses Jahr war der Bezirk Muri das Ziel der Reise. «Hier ist das Schiessen noch fest verankert», sagte Feldchef Werner Stauffer.

Für die Murianer SVP-Grossrätin Milly Stöckli war es das erste Mal. Ihr Parteikollege, alt Regierungsrat Ernst Hasler, verfügt hingegen als ehemaliger Militärdirektor über reichlich Erfahrung. Beide nutzten an der Feldschiessen- Rundfahrt die Gelegenheit, in Bünzen das 300-Meter-Programm zu schiessen. Mit unterschiedlichem Erfolg. Stöckli kam bei ihrer Premiere auf beachtliche 33 Punkte, Hasler schoss zwar 52 Punkte, verpasste damit aber den Kranz.

In Bünzen trafen die Teilnehmer der Feldschiessen-Rundfahrt auf vorbildliche Verhältnisse. Während des Schiessens wurden die Teilnehmer bestens von erfahrenen Schützen betreut, und anschliessend konnte sich jeder im Festzelt verpflegen und auf der Grossleinwand die bisher erzielten Resultate vergleichen. Draussen stand sogar eine Bar bereit für alle, die noch nicht gleich nach Hause wollten. «Solche Vereine und solches Engagement sind das Rückgrat des Feldschiessens. Nur dank ihrer kann der Anlass weiter bestehen», lobte Werner Stauffer, der kantonale Feldchef, die Bünzer Organisatoren.


Davon könnten die Banker lernen


Umgekehrt gab es von Bünzens Frau Gemeindeammann Marlise Müller Lob für die Schützen. «Jeder Schütze konzentriert sich auf ein Ziel und lässt sich dabei nicht ablenken. Und er weiss, dass er für sein Tun die Verantwortung trägt. Daran könnte sich die Gesellschaft und könnten sich vor allem die Banker ein Vorbild nehmen », sagte Müller. Sie betonte die gute Kameradschaft unter den Schützen und wand dem organisierenden Verein ein Kränzchen. «Der Einsatz, der hier geleistet wird, verdient Respekt », sagte Müller.

Von Bünzen aus ging die Rundfahrt weiter nach Muri. Hier konnten die Teilnehmer das Geschehen auf einem Pistolenstand verfolgen. Ueli Frey, Gemeinderat in Muri, orientierte die Gäste über die Schliessung der 300-Meter-Anlage, die Auflösung der Feldschützengesellschaft, die Verlegung des Schiessbetriebs nach Benzenschwil, die Neugründung des Schiesssportvereins Muri und die darauffolgenden Diskussionen rund um die Schiessanlage. Inzwischen konnte zwischen der Gemeinde und dem Verein ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide leben können. Die Schiessanlage Badweiher kann weiter von den Pistolenschützen genutzt werden, zumindest so lange, bis das attraktive Land dereinst eingezont und überbaut wird.

Werner Stauffer, der «Mister Feldschiessen » im Aargau, hofft, dass sein Kanton in diesem Jahr gesamtschweizerisch bei der Beteiligung den zweiten Rang erreicht. «Aber da müssen alle Bezirke so aktiv sein wie der Bezirk Muri», sagte er. Beim Mittagessen in Muri erwähnte der höchste Aargauer, Grossratspräsident Herbert Scholl, dass die Tradition des Feldschiessens und der «Obligatorischen» unbedingt beibehalten werden müsse. Brigadier Rudolf Grünig wiederum konnte eine Superorganisation im Aargau feststellen, Schützen wie auch das Militär gehörten zu den staatstragenden Institutionen in der Schweiz. Und alt Regierungsrat Ernst Hasler machte in seiner neuen Funktion als OK-Chef des Eidgenössischen Schützenfestes Werbung für den Grossanlass im kommenden Jahr. Und stellte fest, dass vor allem im Freiamt die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und dem Schiesswesen gut verankert sei.

Quelle: Wohler Anzeiger

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