Besichtigung der Nagelfabrik Winterthur

Die Reisesaison 2012 der Oberentfelder Seniorenvereinigung ging mit dieser Nachmittags-Ausfahrt nach Winterthur zu Ende. Diesen Umstand nahmen 77 Senioren zum Anlass, nochmals miteinander etwas Neues zu sehen und zu erleben. Alfred Zybach hatte da etwas Spezielles entdeckt und zur Besichtigung vorge-schlagen.

Seit 1895 produziert die Nagelfabrik im original erhaltenen Fabrikbau beim Bahnhof Grüze in Winterthur Stifte. Heute ist die Schweizerische Nagelfabrik AG Winterthur die Letzte von einst 8 Schweizer Produktionsstätten für Nägel und Stifte fürs In- und Ausland und im Besitze des Familienunternehmers H. Gratwohl. Die Firma beschäftigt zehn Mitarbeiter und bildet Lehrlinge aus.

Mit Ohrenstöpseln und Schutzbrillen versehen betraten wir die alten Werkhallen und fühlten uns unvermittelt zurückversetzt in den berühmten Film „Moderne Zeiten“ mit Charly Chaplin! So unwirklich muteten uns die Apparaturen und die an der Decke hängenden Transmissionen an. Kaum zu glauben, dass mit diesen Monstermaschinen so feine Sachen wie z.B. Bilderrahmenstifte, anderseits aber auch massive 32 cm lange Zimmermannsnägel hergestellt werden können. Fachkundige Mitarbeitet führten uns die Maschinen unter grossem Getöse vor. Kurz gesagt: auf der einen Seite wird der entsprechend dicke oder dünnere Draht eingezogen und nach vielen Päng, Knirsch und Knipps fallen gegenüber die gewünschten Produkte in die Auffangwanne. Tatsächlich schaffen es diese Ungetüme, in der Minute 500 Nägel auszuspeien! Viele der Produkte werden anschliessend zum Teil von Hand (!) verpackt.

Beeindruckt traten wir nach über einer Stunde wieder ins relativ ruhige Freie zu den beiden Cars, wo ein eigentlicher Run auf die Fläschchen im Kühlkasten losging. Erst dann konnte die Fahrt nach Kaiserstuhl zum Restaurant Kreuz losgehen. Ein unwahrscheinlich motiviertes Serviceteam empfing uns dort und in Kürze wurde es still im Säli. Innert kurzer Zeit sass jedermann vor seinem vorbestellten Teller.

Abschliessend fuhren wir der Töss und dem Rhein entlang und erreichten via Bad Zurzach – Brugg – Wildegg – A1 wieder Oberentfelden. Herzlichen Dank dem Organisator und den beiden Chauffeuren für den erlebnisreichen Tag. Wir Senioren freuen uns auf die Reisesaison 2013! (Bari)