Natur- und Vogelschutzverein

Besuch der Kompogasanlage in Lenzburg

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aus Grünabfall werde Strom

Auf der Fahrt von Seon nach Lenzburg fällt einem kurz vor Lenzurg auf der rechten Seite ein offenes Gebäude mit einer silbrigen „Röhre“ und dem Schriftzug „Kompo-gasanlage“ auf.

 Der Natur- und Vogelschutzverein Seengen hatte die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Grüngutverwertungsanlage zu schauen und erfuhr dabei viel Interessantes.

 Begrüsst wurden die mit dem Velo angereisten Teilnehmer durch Herrn Kissling, dem verantwortlichen Betriebsleiter der Anlage.

 Nach einem einführenden Film über die Entstehungsgeschichte folgte ein Rundgang durch den Betrieb. Dabei wurde schnell klar, dass für die Gewinnung von Biogas und dessen Nutzung als Wärme- und Stromquelle viel Know-how notwendig ist.

 Das aus Lenzburg und Umgebung angelieferte Grüngut wird erst zerkleinert und gelangt dann in einen Zwischenspeicher und von da in den im 2005 in Betrieb genommenen Herzstück, dem Fermenter. Die Verweilzeit im Fermenter beträgt 14 Tage. Bei einer Betriebstemperatur von 54°C entsteht Biogas, welches im Blockheizkraftwerk in elektrische Energie umgesetzt wird. Das übrig bleibende Gärsubstrat wird entwässert und das dabei gewonnene Prozesswasser findet als Flüssigdünger Anwendung in der Landwirtschaft. Der Gärrest wird in Form von Kompost im Gartenbau eingesetzt.

 Die von der Firma Häfeli betriebene Anlage liefert Strom für die Versorgung von ca. 130 Einfamilienhäusern, wobei der gewonnene Strom in das öffentliche Netz eingespiesen wird.

 Bei der Besichtigung der Kompogasanlage haben wir einen guten Einblick in einen natürlichen Prozess zur Gewinnung von Energie bekommen.

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