Sozialdemokratische Partei

Berner Suppe mit Nationalrat Max Chopard-Ackling

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Einblicke in die Berner Politik

Nationalrat Max Chopard-Acklin erzählte an der „Berner Suppe" im Restaurant Warteck in Klingnau von seiner Arbeit im Nationalrat und in der Sicherheitspolitischen Kommission sowie seinen Eindrücken der Wintersession in Bern.

Der Saal im Restaurant Warteck in Klingnau war bis auf den letzten Platz besetzt, als der SP Nationalrat Max Chopard-Acklin am letzten Donnerstagabend zur 4. Berner Suppe einlud. Dies ist eine Veranstaltung, die jeweils nach den Sessionen in Bern in stets einem anderen Bezirk stattfinden und bei denen Max Chopard-Acklin von seiner Arbeit und politischen Schwerpunkten berichtet.
Nach einer kurzen Begrüssung durch Martin Schilling, Mitglied im Vorstand der SP Bezirk Zurzach, in der er den Nationalrat vorstellte und ihm für sein Kommen dankte, begann dieser mit seinem Bericht.

Positive Höhepunkte und unerfreuliche Nachrichten
Als positive Höhepunkte der Wintersession nannte Max Chopard-Acklin die Wahlen von zwei Aargauerinnen in höchste Ämter. Damit meinte er Pascale Bruderer, welche zur Nationalratspräsidentin und somit zur höchsten Schweizerin gewählt wurde, und Doris Leuthard, die nun das Amt der Bundespräsidentin inne hat.
Anschliessend kam Max Chopard-Acklin, auf die Minarett-Abstimmung zu sprechen. Das Verbot von Minaretten stehe eigentlich im Widerspruch zu unserer Bundesverfassung und sei auch wirtschaftspolitisch fraglich, da dadurch Handelsbeziehungen gefährdet werden und somit Arbeitsplätze verloren gehen.
Nun kam der Nationalrat zu seinem eigentlichen Hauptthema: der Revision der Arbeitslosenversicherung. Obwohl durch die Wirtschaftskrise die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, wollen viele Parteien die Arbeitslosenversicherung weiter abbauen. Unter anderem sollen die Taggelder gekürzt und die Beitragszeit von 12 auf 18 Monate angehoben werden. Dies begründen die Befürworter des Abbaus damit, dass die Arbeitslosenversicherung zu attraktiv sei. Folglich gäbe es durch eine Kürzung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung weniger Arbeitslose. Laut Max Chopard-Acklin, der eine Lehre als Maschinenschlosser absolviert hat, ist dies schlichtweg falsch. Statt der Arbeitslosigkeit würden damit die Arbeitslosen bekämpft. Der Abbau der Arbeitslosenversicherung kommt im März nochmals zur Abstimmung. Falls das Ergebnis so bleibt wie jetzt, sagt Max Chopard-Acklin, müsse das Referendum ergriffen werden.
Zum Schluss seiner Rede wies er noch auf die Abstimmung vom siebten März hin, bei der es um die Kürzung der zweiten Säule bei den Renten geht. Er forderte alle Anwesenden dazu auf, bei dieser Abstimmung ein Nein in die Urne zu legen.
Anschliessend hatten die Gäste Gelegenheit, ihre Meinung zu den Themen zu äussern und Fragen zu stellen, was zu einer regen Diskussion führte. Da den meisten vom dem spannenden Abend schon der Magen knurrte, wurde danach die von Max Chopard-Acklin selbst offerierte und von Pietro Borrini zubereitete Minestrone serviert, die sich alle schmecken liessen. (tga)

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