Die Bergtour der Harmonie führte in diesem Jahr in den Hochschwarzwald. Als Novum trafen sich bereits am Freitagabend 43 Teilnehmer im Ferien- und Bildungsheim in Altglashütten, einem beschaulichen Schwarzwalddorf zwischen Titisee, Feldberg und Schluchsee.

Neben den Aktiven der Harmonie und deren Angehörigen konnten die Organisatoren Walter Meier und Michael Krauth auch eine stattliche Abordnung aus Kappelwindeck begrüßen.

Nach dem Abendessen widmete man sich der Kameradschaft und Geselligkeit.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Hamburger“, wie die Erstteilnehmer einer Bergtour liebevoll genannt werden. Vom „Hamburger-Test-Komitee“ Yvonne und Mäge bekamen die 5 Neulinge Anuschka, Susanne, Joseph, Marius und Michael die Aufgabe, sich jeweils einen Freiwilligen als Pantomime zu suchen, der dann die persönliche Vorstellung der Fünf mittels Gesten und Gebärden umzusetzen hatte. Hier sorgten speziell die Hobbys wie Purzelbaum, Handstand und Mittags-Yoga für sportliche Leistungen und Gelächter.

Am Samstagmorgen nahm man nach dem Gruppenbild vor dem Ferien- und Bildungsheim bei heiterem Wetter die Wanderung in Angriff. Über Forstwege und einen Steig durch herrlich urwüchsigen Wald mit Moosen, Farnen und Pilzen erreichten die Wanderer mit dem „Zweiseenblick“ ein erstes Tagesziel. Die herrliche Aussicht auf Titisee und Schluchsee wurde mit einer kleinen Rast und der dosierten Einnahme von „Medizin“ verbunden. Gestärkt ging es bei inzwischen sonnigem Wetter weiter in leichtem Auf und Ab, immer wieder mit schönen Ausblicken, z.B. auf das Herzogenhorn oder in das Menzenschwander Tal. Nach Erreichen der Feldberg-Passhöhe nahm man den etwas steileren Aufstieg zum Feldberg in Angriff. Das Ziel war dann aber nicht der höchste Punkt des Schwarzwaldes, sondern der Zweitgipfel des Feldberges, der Seebuck auf einer Seehöhe von 1448 m. Dieser bot mit Bismarck-Denkmal und Feldbergturm gleich zwei touristische Ziele, in erster Linie aber eine phantastische Aussicht auf die umliegenden Berge und Dörfer des Schwarzwaldes und den unmittelbar darunter liegenden Feldsee. Trotz der wegen des nahen Kabinenliftes zahlreichen Besucher auf dem Gipfel genoss man den Ausblick und die herrliche Sonne ausgiebig bei der ausgedehnten Mittagspause.

Nach einem weiteren Gruppenbild vor dem Bismarck-Denkmal ging es auf direktem, steilen Abstieg zur Seebuck-Hütte und dann per Serpentinen-Steig weiter abwärts zum wunderschön gelegenen Feldsee. Ein Bad blieb den Wanderern aber verwehrt, da Baden wegen des Naturschutzes verboten ist. Die Erfrischung folgte aber nur wenige Minuten später im Biergarten des Raimarti-Hofes bei einer weiteren Pause. Vom Raimarti-Hof ging es meist leicht abwärts mit kurzen Gegenanstiegen zuerst nach Bärental und dann weiter nach Altglashütten. Zurück beim Ferien- und Bildungsheim erholte man sich bei einem ersten Getränk von der etwa achtstündigen Wanderung und der etwa 19 km langen Strecke.

Nach dem Erfrischen genoss man das leckere Abendessen und das Eis als Dessert.

Der Abend brachte den 2. Teil der Vorstellung der „Hamburger“. Die Neulinge Brigitte, Jessica, Thomas V., Thomas S. und Thorsten bekamen die Aufgabe, ein Lied mit verschiedenen Stichworten des Tages zu texten und vorzutragen. Sie bewältigten die Aufgabe zur Unterhaltung, Belustigung und Begeisterung der Gruppe mit Bravour.

Als anschließend bei geselligen Spielen auch noch das „Bösi – rotes-Fleck-Fieber“ grassierte, sorgte dies bei Mitspielern und Zuschauern für wahre Lachsalven.

Nach dem Frühstück nahm man Abschied vom Ferien- und Bildungsheim um mit der Drei-Seen-Bahn von Altglashütten über Titisee nach Hinterzarten zu fahren. Nach kurzem Fußmarsch stand man vor der Anlage der Adlerschanze. Als Überraschung hatten Wädli und Mikel eine Führung organisiert. Mit dem ehemaligen aktiven Skispringer und jungen Trainer Lukas Isele gingen die Teilnehmer über die 4 Schanzen und erfuhren viel von der Geschichte der Anlage, von der Technik des Skispringens und vom Seelenleben der Skispringer. Als Höhepunkt im wahrsten Sinn stand der Aufstieg auf den Turm der großen Schanze an.

Bereits während der Führung setzte leider Dauerregen ein, so dass man nach der Führung zuerst unter den Vordächern der Service-Hütten der Springer die Mittagspause machte. Leider ließ der Regen nicht nach, so dass jedem die Teilnahme an der weiteren Wanderung freigestellt wurde. Deshalb marschierten nur noch gut 20 regenfeste Wanderer vorwiegend durch Wald und ohne nennenswerte Pausen in gut zwei Stunden über Bärental zurück nach Altglashütten, während der Rest die trockene Rückfahrt mit der Bahn den Vorzug gab.

Mit einer Einkehr in die Bahnhofsgaststätte in Altglashütten ließ man den Wandertag und die schönen Tage im Schwarzwald ausklingen.

Ein ganz großes Dankeschön gilt den Organisatoren Walter Meier und Michael Krauth, sowie den Begleitern beim Abwandern, Doris, Kerstin, Mägi und Mäge.

Klaus Huber, Kappelwindeck-Musikanten

Anmerkung aus der CH-Redaktion: Wädli und Doris Meier haben die Bergtour dieses Jahr bereits zum 20. Mal organisiert. Dieser Anlass ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Jahresprogamms der Harmonie und nicht mehr wegzudenken. Daher ein ganz grosses und herzliches Dankeschön an euch Beide!