Orchesterverein Rheinfelden

Beglückendes Orgel-Jubiläumskonzert mit dem Orchesterverein Rheinfelden

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Konzert in der Josefskirche

Letzter Sonntagabend, 25 April, war nicht alltäglich für den Orchesterverein Rheinfelden und die Römisch-Katholische Pfarrei Rheinfelden-Magden-Olsberg. Für die letztere war es das 2. Konzert in einer Reihe von 6 Orgel-Jubiläumskonzerten, für den Ersten war es das Frühlingskonzert 2010 und für alle Zuhörer in der Josefskirche ein musikalisches Erlebnis.
Die ‚Sinfonia' in G-Dur des Venetianers Tommaso Albinoni (1671-1750) sprudelte in die Kirche hinein. Man liess sich gerne wegtragen von seiner wunderbaren Musik, die die Zuhörer wohltuend und anregend umflutete. Die Oboe im Adagio, gespielt von Dominique Fauquex, sorgte für einen besonderen musikalischen Akzent. Die begleitende Continuo Partie wurde vom Organisten Bernd Vogel auf der Truhen-Orgel subtil gespielt.
Dann folgte das Werk für Orgel und Orchester von Franz Xaver Brixi (1732-1771), einem nordböhmischen Komponisten aus dem 18. Jahrhundert. Man genoss es, dass die sonst so einsame Orgel, die ‚Köningin der Instrumente', mit einem festlichen Hofstaat glänzen konnte: Der strenge Orgelklang wurde von den Streichern und den beiden Hornisten, Klaus Heyoppe und Peter Zbinden, weich umspielt.
Für das Werk für Solo-Orgel von Johann Baptist Kucharz (1751-1829), ebenfalls ein Komponist aus Böhmen, zog Bernd Vogel alle Register der 50-jährigen Metzler-Orgel! Beim virtuos gespielten Solo konnte man die ganze Bandbreite der Orgelklänge geniessen: weich und schmeichelnd, scharf schneidend, wuchtig donnernd klang sie und entfaltete ihre ganze Macht. Kein Wunder, dass gerade die Orgel das Instrument der Kirche ist.
Am Schluss spielte das Orchester, zusammen mit den Bläsern, die Symphonie in D-Dur vom Belgier Fançois Joseph Gossec (1734-1820). Flöten-Duette, Denise Lenherr und Ineke Loetscher, wechselten sich ab mit den Klarinetten, Ursula Spuhler und Rosi Huber, eingebettet in den kräftigen Passagen der Streicher.
Dies war der Abschluss eines erfreulichen Abends, unter der Leitung des Dirigenten des OVRs, Klaus Jacobeit. (jdw)

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