Nach monatelanger Vorbereitung war es am Samstag, den 10. Oktober, endlich so weit. Die 24 Turnerinnen und Turner und deren Leiter reisten nach St. Gallen an die Olma. Was als Projekt der BBB begann, wurde ein gemeinsames Projekt der BBB, der Climbers, einer Showturngruppe des TV Windisch und rund 10 Privatpersonen.

Der Olma Tag würde lang werden, dass war uns allen klar. Morgens um vier Uhr, hiess es Aufstehen, damit wir mit dem Material, immerhin rund 2.5 Tonnen, rechtzeitig zum Aufstellen auf dem Olma Gelände waren. Mit etwas Verzögerung, da der Einlass auf das Gelände gedauert hat, stand dann unser Gerät am frühen Vormittag am Kopfende der Olma Arena und wir konnten das erste mal St. Galler-Höhenluft schnuppern.

Diese tat uns offenbar gut. Denn um 14 Uhr waren wir nicht nur einheitlich eingekleidet, frisiert und mit Aargauer-Wappen tragenden Fingernägeln dekoriert, sondern auch im Kopf frei für die kommenden fünf Minuten. Nachdem uns der durch den Wind etwas frühzeitig fallende Aargauer Fahne und das widerspenstige Tuch noch einen kleinen Adrenalinstoss verpasst hatten, ging dann aber allles rund. Unsere Choreographie, welche wir extra für diesen einen Moment einstudiert hatten, war allen so vertraut, dass wir das Publikum mit einer synchronen Vorstellung unterhalten durften. Die zahlreichen Zwischenapplause motovierten uns nur noch mehr unsere Arme und Beine gestreckt und synchron zu bewegen. Mit der Gewissheit, dass alle ihr Bestes gegeben hatten, zogen wir uns nach dem Schluss-Applaus zufrieden hinter die Bühne zurück.

Die zusammengewürfelte Truppe nimmt aber mehr mit nach Hause, als das Erlebnis fünf Minuten im Rampenlicht gestanden zu haben. Gemeinsam wurde ein Ziel erreicht. Jung und Alt haben zusammengespannt, auch bei den ganzen Vorbereitungsarbeiten. Für etwa die Hälfte der Turnenden war dieses Projekt eine einmalige, bzw. erstmalige Herausforderung. Die andere Hälfte ist zwar in einer Show-Turngruppe organisiert, aber eine Einladung an die Olma ist auch keine Selbstverständlichkeit und stellt somit ein besonderes Erlebnis dar. Selbst die Jüngsten, es waren mehrere Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren am Gerät, zeigten viel Geduld und Selbstdisziplin bei den langen Wartezeiten zwischen den Proben und dem Auftritt. Und die Älteren, auch einige über 50, genossen, dass sie mit den Jungen mithalten konnten.

Mit einer ebenso ernsthaft vorbereiteten Vorstellung bedankten wir uns am Sonntag Abend beim Verein Diesellokal in Windisch und dessen Nachbarn für das Gastrecht. Wir durften grosszügiger Weise unser Gerät im Diesellokal aufstellen und zwischen den Trainings stehen lassen. Dies ermöglichte uns ein effizientes Training. Auch auf diesem Weg nochmals ein herzliches Dankeschön ins Unterdorf von Windisch.

Weitere Informationen, Bilder und Videos auf www.climbers.ch