von Philipp Ernst

Ein äusserst erfolgreiches Jahr des Herren 1 des BTV neigt sich dem Ende zu. Begonnen wurde das Jahr noch in der zweiten Liga im Kanton Aargau. Doch mittlerweile heissen die Destinationen nicht mehr Mutschellen, Lengnau und Dottikon, sondern Luzern, Buochs und Lugano. Die Jungs unter Captain Simon Merki haben in diesem Jahr einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Die jungen Spieler wie Noah Furrer, Jan Magni und Nicolas Zoller sind zu Leistungsträgern avanciert und stellen sich mit Bravour der Herausforderung der nationalen Liga. Viele wichtige Spiele wurden im Kalenderjahr 2018 bestritten: Es gab ein Cupfinale, zwei Aufstiegsspiele, mehrere Derbys gegen Schönenwerd, Baden oder Olten, nationale Cupfights und herausfordernde Duelle gegen Tabellennachbarn. Das erfreuliche an der Geschichte dieses Teams ist, dass viele dieser Spiele gewonnen werden konnten. So bleibt einiges in Erinnerung: Das Comeback im Cuphalbfinale gegen Smash Laufenburg, die Demontage von Gelterkinden in der Revanche zum Aufstiegsspiel, der Satzgewinn gegen den NLB-Vertreter aus Kreuzlingen und natürlich das gewonnene Auswärtsspiel zum Aufstieg in Porrentruy.

Beendet wurde das Jahr leider mit einer ärgerlichen Niederlage in der Innerschweiz gegen Buochs. Trotz 2:1 Satzführung unterlagen die Eagles im höllisch lauten Paukenland gegen die drittplatzierten Buochser. Das hochkarätige Spiel endete nach mehr als zwei Stunden mit dem Resultat von 24:26 25:14 22:25 25:18 15:12 für den Gastgeber. Dieser zeigte sich in den wichtigen Momenten konstanter in der Annahme und konnte so effizienter seine Side-Out Punkte erzielen. Die zwei Punkte reichen Buochs in der Endjahrestabelle zu Rang zwei, knapp vor den punktgleichen Aarauern, die nur aufgrund des Satzverhältnisses auf Rang drei überwintern. 

Nun gilt es die Energiereserven wieder aufzuladen für den weiteren Teil der Rückrunde, in der noch einige offene Rechnungen zu begleichen sind. Dann ist hoffentlich auch wieder Noel Giger mit dabei, welcher momentan seinen gebrochenen Finger auskuriert. Neben Gigers Finger waren auch weitere Verletzungen zu vermelden. So verletzte sich der momentan im Ausland humpelnde Till Leuthard im wichtigen Spiel in Porrentruy schwer am Knie. Gut informierte Quellen aus dem fernen Osten bestätigen aber, dass einem Comeback von Till nichts im Weg stehen soll. Rückenbeschwerden von Magni, die durchbohrte Lippe von Philipp Ernst, desselben ausgerenkter Kiefer, sowie die Handverletzung von Passeur Lukas Künzel sind ebenso auskuriert wie alle weiteren kleineren Blessuren. Einzig Libero Pascal Künzel laboriert nach wie vor an einigen gesundheitlichen Problemen. 

In weniger als drei Wochen geht die Meisterschaft schon weiter. Dann wird am 12. Januar 2019 Gelterkinden zu Gast sein. Weil man in den Direktduellen aus dem Jahre 2018 knapp mit 2:1 führt, verspricht auch dieses Duell wieder höchste Spannung.