Pro Senectute

Auf dem Eisenweg im Oberen Fricktal

megaphoneVereinsmeldung zu Pro Senectute
In Wölflinswil

In Wölflinswil

Diesmal sollte die Langwanderung der Pro Senectute Olten ins Obere Fricktal führen. Allerdings war das Wetter für eine Frühlingswanderung nicht allzu einladend, Hochnebel und ein kühler Biswind waren angesagt, aber es sollte trocken bleiben. Die gute Laune liessen wir uns deshalb nicht vergraulen und gingen erst mal zum Startkaffee ins Restaurant Vierlinden auf dem Bözberg. Der Wanderleiter Hansruedi Hofer begrüsste die 22 Wanderfreunde und gab wie immer Details zum Ablauf des Tages bekannt. Nach einem nochmaligen kurzen Stück Busfahrt begann in Effingen die Wanderung mit einem kurzen Anstieg durchs Dorf. Auf den Wiesen links und rechts blühten die ersten Schlüsselblumen. Der Weg der Autobahn entlang war etwas lärmig, aber nur von kurzer Dauer, denn schon bald gings den Wald hinauf und das in der Übergangszone vom Tafeljura zum Faltenjura liegende Dorf Zeihen kam in Sicht. Wir folgten nun den mit Eisenweg beschrifteten Wegweisern. Der Eisenweg ist ca. 14 km lang. Archäologische Funde im Fricktal belegen, dass hier bereits die Alemannen nach Eisenerz gegraben haben. Beim Wahrzeichen von Herznach, der katholischen Kirche St. Nikolaus, welche in Form einer Kirchenburg erbaut wurde, machten wir unseren Mittagshalt. Besonders beeindruckend war das Beinhaus, welches einen Josephinischen Sparsarg aufbewahrt. So langsam wurde es ungemütlich kalt, aber beim anschliessenden steilen Aufstieg durch die Rebenhänge kam die Wärme zurück. Gut zu sehen war das alte Erz-Silo auf der rechten Seite, 2002 für erlebnisgastronomische Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten umgebaut. Nach einer kurzen Verschnaufpause beim kleinen Froschweiher mit den ersten Laichen und vorbei am Sonnweidhof, tauchten wir ins unscheinbare Wäldchen Jungkholz ein, nicht ohne uns vorher vom Wanderleiter die Tafeln mit den Begriffen Pingen und Fuxlöcher erklären zu lassen. Auf dem schmalen Waldweg roch es intensiv nach Bärlauch. Leider kamen die blühenden Kirschbäume bei dem etwas trüben Wetter nicht so richtig zur Geltung. Oberhalb von Wölflinswil wurde ein letzter Halt eingeschaltet, wo man sich über die Geologie des Gebietes informieren konnte. In einer Kiste sind sämtliche Gesteinsarten sauber beschriftet ausgelegt und dienen als Anschauungsmaterial: Eisenerz, Steinkohle, Gneis … Es galt nun noch das letzte Stück bis hinunter ins charmante Bauerndorf Wölflinswil zu bewältigen, welches typisch für die Gegend des Tafeljuras im Fricktal ist. Dann war aber Zeit für den Schlusstrunk im Restaurant. Eine interessante Wanderung über die sanften Hügel im Oberen Fricktals fand einen gelungen Abschluss. (mva)

Meistgesehen

Artboard 1